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Kapellmeister, Komponist, Musiker (Klavier)

geboren am 24.04.1894 in Nürschan/Böhmen (Nýřany/CZ)
gestorben am 22.04.1948 Konstanz/D.

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Mit dem Namen des Komponisten Waldemar Gibisch verbinden sich meine Kindheits- und Jugenderinnerungen.

RAVAGWar doch mein Vater mit ihm befreundet, bereits Mitte der 30iger Jahre, davon zeugt ein Bild im Studio der RAVAG, aufgenommen 1936.

„Schall und Rauch“ sind die Namen, die nur mehr „Insidern“ Begriff sein sollten:

vorne sitzend, von links nach rechts, der Radiosprecher Paul Horn, die Sängerin Traute Bauer mit dem Manuskript der Komponist Waldemar Gibisch, neben ihm der Tenor Rudolf Brake, zweite Reihe: Fritz Puchstein (er stützt sich auf Paul Horn), neben ihm Emmerich Arleth mit Smoking und Mascherl Rudi Kamperski, ein seinerzeit bekannter Schlager- und Wienerlied-Sänger.

Gibisch ist ein „Wiener-Zuagraster“ – wie man so schön sagt, er ist noch Alt-Österreicher gewesen, in Nürschan, heute CSSR, geboren. Hat sich in Wien bald eingelebt, Klavier gelernt, Musik studiert, wollte keinesfalls städtischer Beamter werden und „wanderte daher ins Lager der Noten“. In erstklassigen Stadtlokalen fand er Beschäftigung als Barpianist, fand Zugang zur RAVAG mit Hörspielkompositionen „Endstation Wien“ und „Serum X“ waren mit Erfolg aufgeführt worden.

Sein bekanntestes Lied „A klein’s Laternderl und a kleine Bank, in Nußdorf draussen am Beethovengang“ wurde eine „Zugnummer“ des wienerischen, da waren Text und Musik vom Gibisch. Ebenso „I kenn an Adress von an Heurigen“, „Ich hab‘ einen Schwips“, aber auch modernes stammt aus seinem Notenmaterial: „In der Dämmerstunde“, „Good morning“, „Du meine kleine Madonna“. Dann übersiedelte er mit seiner Familie 1937 nach Berlin. Ich erinnere mich noch seines Sohnes Alfred, mit dem ich bei Brakes, in der Wohnung Papagenogasse, spielte.

In der Charlottbar am Kurfürstendamm fand Gibisch mit dem Rudi Kamperski sein erstes Engagement. Der Berliner Sender verpflichtete den erstklassigen Pianisten und Komponisten, der dort auch viele Plattenaufnahmen machen konnte, die allerdings heute verschollen sind.

1942 besuchte meine Mutter die Gibisch’s in Berlin.

Nach dem Krieg übersiedelte Gibisch nach Konstanz am Bodensee, wo er am Stadttheater die musikalische Leitung übernehmen konnte. Dort schrieb er u.a. eine neue Musik zu „Peterchens Mondfahrt“ und verschiedene andere Bühnenmusiken.

An einer Lungenentzündung ist Waldemar Gibisch 54 jährig gestorben.

Text von Emmerich Arleth

A klans Laterndl
Du meine kleine Madonna
Good morning Mylady
I weiss drausst in Grinzing
Ich hab einen Schwips
Ich kenn an Adress von an Heurigen
In der Dämmerstunde
Wenn du verliebt bist, sei g’scheid

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