BildDatenEhrungen
Gesang, Komponist, Musiker (Geige, Gitarre)

geboren am 05.07.1904 in Wien
gestorben am 19.11.1984 in Wien
beerdigt in Wien auf dem Meidlinger Friedhof (Gruppe 8, Reihe 5, Nummer 95)

1964 Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
1971 Prof. Dr. Julius-Tandler-Medaille der Stadt Wien
1980 Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Hut vom lieben Augustin
Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien
Silbernes Verdienstzeichen des Landes Niederösterreich
Goldenes Verdienstzeichen des Landes Niederösterreich
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Von Wilhelm Rudnigger stammt das ”Veilchengebet“:

„Herr, höre mich in meinen Nöten,
was ging mir nicht alles flöten
nur weil ich so bescheiden bin!
Ich hab‘ halt nicht den rechten Sinn,
mit blätterwuchtigen Geräuschen,
bedeutungsvolles vorzutäuschen!
Zwar ist mein Duft, das wohl, apart!
Doch die Statur ist allzu zart!
Wieviele Augen sehn mich nie,
weil ich zu tief verborgen blüh!
Oh, mach‘ mich groß,
wie die Zyklamen! Amen!

Dieses Gedicht passt – indirekt – zum Wienerlied; es blüht allzu verborgen und auch die Texter, Komponisten, sowie seine Interpreten sind bescheiden, werden vergessen.

So einer von den vielen war Josef Graf, in Wien Margareten geboren, besuchte der Sohn eines Beamten die Grundschulen. Seine Eltern liessen ihn eine Musikschule absolvieren, er spielte bald die zweite Geige in einem Kinderorchester.

Der nächste Abschnitt seines Lebens war die Handelsakademie, dann lernte er singen. Im Volkskonservatorium hatte er, außer Gesang und Violine, auch Gitarrenunterricht erhalten.

Als Komponist trat er mit seinem Erstlingswerk an und hatte auf „Anhieb“ – man kann es ruhig so nennen – einen Welterfolg geschaffen. „Mutti – sing noch einmal das kleine Schlummerlied“ wurde in vielen Sprachen übersetzt, von vielen Orchestern gespielt und von unzähligen Interpreten gesungen.

„Kleines Bauxi – du musst schlafen gehn“ folgte. Iin dieser Zeit war Josef Graf auch im Vorstand der damaligen Österreichischen Artistenorganisation.

Er wurde von allen Freunden „Pepi“ gerufen und musste 1940, wie viele tausende Andere, einrücken. Kam erst 1947 aus der russischen Kriegsgefangenschaft heim. Dort, in der Steppe hielt ihn die Musik aufrecht, er lernte sich selbst das Instrumentieren, sang in der kargen Freizeit für seine Kameraden und komponierte eine „russische Romanze“.

Nach seiner Heimkehr arbeitete er wieder für seine Freunde in der Sektion Artisten und war Mitbegründer des Sozialwerkes für österreichische Artisten, komponierte und sang als Solist und im Duo Thiel und Graf.

„Ich liebe Wien, bei Tag und. Nacht“, „Mei Muatterl war ka Sängerin“, „Wenn in Schönbrunn blühn die Rosen“, „Lied an den Frühling“, „Mein Glück bist du“, „Sehnsucht“ waren weitere Kompositionen vom „Pepi“.

Da er 13 Jahre lang in den Sommersaisonen im „Grinzinger- Stüberl“ eines renommierten Gmundner Hotel engagiert war, entstand damals „In Gmunden hab‘ ich ein Dirnderl gefunden“.

Auf Grund seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für das Sozialwerk und die Sektion Artisten wurde er mit dem Goldenen und Silbernen Ehrenzeichen um Verdienste um die Republik ausgezeichnet , ebenso erhielt er das Goldene und Silberne Verdienstzeichen des Landes Wien und des Landes Niederösterreich.

Text von Emmerich Arleth

Titel Text Musik
Ich liebe Wien bei Tag und Nacht Ernst Track Josef Graf
Ich möchte noch einmal die Heimat sehn Siegfried Lang Josef Graf
In Gmunden hab i a Dirnderl g’funden Josef Graf
Kleines Bauxi Max Rosenbräuer Josef Graf
Lied an den Frühling Josef Graf
Mein Glück bist Du Josef Graf
Mein kleines Schihaserl aus Seefeld Josef Graf
Mutti Max Rosenbräuer Josef Graf
O Josefine Ernst Track Josef Graf
Russische Romanze Josef Graf
Sehnsucht Josef Graf
Wenn in Schönbrunn blühn die Rosen Ernst Track Josef Graf

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