Ernst Track (Vater)                                                          Gerhard Track (Sohn)

 

Ernst Track (Vater)

BildDatenAuszeichnungenposthume Ehrungen
Kabarettist, Komponist, Musiker (Akkordeon, Gitarre, Klavier, Orgel)

geboren am 20.01.1911 in Wien
gestorben am 17.04.1987 in Mödling bei Wien
beerdigt auf dem Wiener Zentralfriedhof (16E-11-24)

1970 Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich
1971 Silbernes Verdienstzeichen des Landes Wien
1976 Goldenes Ehrenzeichen des Landes Niederösterreich
1980 Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich
1985 Wiener Ehrenmedaille in Silber
1995 Ernst-Track-Weg im 22. Wiener Gemeindebezirk
BiographieDiscographieKorrespondenzVeranstaltungenSendungenPresse

Ernst Track, einst ein beliebter und bekannter Conférencier, Komponist und Textdichter würde am 20. Jänner 2011 seinen 100. Geburtstag feiern. Geboren 1911 in Wien, starb er am 17. April 1987 in Mödling. Er zählte nicht nur zu den bekanntesten Wiener Conférenciers seiner Zeit, sondern schrieb als Komponist und Textdichter viele Wiener Lieder. Auch Märsche, Ouvertüren und Serenaden stammen aus seiner Feder. Er schrieb mehr als 600 Kompositionen, die bei führenden Musikverlagen in Österreich, Deutschland, Schweiz und USA verlegt sind. Bekannte Wiener Sänger und Chöre sangen seine Lieder. So zählten unter anderem Kammersänger Karl Terkal, der Schmid Hansl und Heinz Conrads zu seinen Interpreten. Das Große Wiener Rundfunkorchester unter Max Schönherr, das kleine Rundfunkorchester unter Charly Gaudriot und Heinz Sandauer, in den USA das Boston Symphony Orchester, das Denver Symphonie Orchester sowie das Pueblo Symphonie Orchester spielten seine Orchesterstücke. Viele seiner Kompositionen sind auch auf Schallplatten und CDs erschienen.

Populär wurde Ernst Track vor allem durch viele Rundfunksendungen von Radio Wien. „Wir laden ein“, die beliebte Samstag Abendsendung mit Publikum, „Ende gut- alles gut“, eine Samstag Nachmittag Sendung mit Heinz Sandauer am Flügel, „Der bunte Schirm“ eine Rätselsendung, dann konferierte er die erste Femseh-Quizsendung „P.P“ (Publikum gegen Prominente), die noch vom großen Sendesaal des Wiener Rundfunkgebäudes in der Argentinierstrasse ausgestrahlt wurde. Seine letzten Sendungen waren Übertragungen aus der Wiener Stadthalle, die Sonntag Vormittag „Frühschoppen Konzerte“.

Ernst Track lebte in Perchtoldsdorf. Wenn man heute noch von Ernst Track spricht, dann wird immer wieder jener Satz erwähnt, den er so oft in Rundfunksendungen und bei Bunten Abenden, wenn er seine Kurzgedichte zum besten gab, und er sagte nach jedem Gedicht: „Ihr Applaus begeistert mich, ich sage noch ein Gedicht!“. Er zog dann immer aus einer anderen Rock- oder Hosentasche ein vierzeiliges, oft politisch aktuelles Gedicht hervor.
Aber nicht nur bei vielen Bunten Abenden, wie zum Beispiel im Wiener Konzerthaus, war Ernst Track immer ein gern gesehener Conférencier. Auch als Klavierhumorist – sein Vorbild und späterer Freund war Hermann Leopoldi – begeisterte er mit seinen humorvoll zusammen gestellten Potpourris sein Publikum.

Als gelernter Modefachmann war er als Conférencier bei Modeschauen, wie zum Beispiel viele Jahre bei den Modevorführungen bei der Wiener Messe tätig. Auch auf Modeschauen-Tourneen mit Modellen von Wiener Modefirmen moderierte er in Kurorten und Großstädten in Österreich und Deutschland. 20 Jahre lang leitete er als Chef seiner eigenen Veranstaltungsdirektion monatlich die damals beliebten Hausfrauen-Rendezvous einer Wiener Zeitung im Wiener Volkstheater. Er stellte die Programme zusammen und natürlich konferierte er diese traditionellen Vorstellungen, die immer ausverkauft waren.

Auch im Ausland, vor allem in Deutschland, der Schweiz und in den USA, wo er bei deutschsprachigen Clubs auftrat, brachte er Wiener Humor und Gemütlichkeit zu vielen Auslandsösterreichern und begeisterte das deutschsprachige Publikum.

Ernst Track starb in Mödling im Spital am 17. April 1987.

Einer seiner Freunde, der einst bekannte Schauspieler, Schriftsteller und Kabarettist Prof. Peter Hey schrieb auf einem Plattencover über Ernst Track:

12 LP

Ernst Track - 12" LP

JahrLandLabelInterpretTitel
ACentrocord 6023V.A.Wiener Kinder
ARex Roval RR 547V.A.Endstation Wien
CD

Ernst Track - CD

JahrLandLabelInterpretTitel
2001AHilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs 2001V.A.Harmonische Erinnerungen
Festsaal des ÖGB am 13.12.1970
Konzerthaus am 12.04.1992
Theatersaal Längenfeldgasse am 27.09.1998
Das hab' i nur
Sendung vom 26.11.1970
Sendung vom 05.01.1971
Sendung vom 19.01.1976
Sendung vom 29.01.1981
Sendung vom 25.01.1986
Sendung vom 27.06.1987
Sendung vom 14.01.1996
Der liebe Augustin
Kurier
Stadt Wien
Wochenschau
Unbekannt

 

Gerhard Track (Sohn)

BildDatenEhrungen
Chorleiter, Hochschullehrer, Komponist

geboren am 17.09.1934 in Wien

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
Goldenes Ehrenzeichen um Verdienste um das Land Wien
BiographieKorrespondenzVeranstaltungSendungenPresse

Gerhard Track begann seine Kar­riere als Wiener Sängerknabe und war von 1953-1958 der jüngste Kapell­meister dieser weltbekannten Institu­tion, nachdem er an der Wiener Musik­akademie Musiktheorie und Komposi­tion bei Otto Siegl, die Kapellmeister­schule bei Prof. Hans Swarowsky und die Chorleiterschule bei Prof. Reinhold Schmid absolviert hatte.

Er maturierte an der Lehrerbildungsan­stalt Wien I.

1958 wurde der damals 24jährige Wie­ner an die „St. John’s University“ im amerikanischen Bundesstaat Minnesota berufen. Er unterrichtete Dirigieren, Ge­sang und Musiktheorie, leitete das „St. John’s Symphony Orchestra“ und den „St. John’s University Men’s Chorus“, mit dem er zweimal beim Internationa­len Chorwettbewerb in Llangollen, Wa­les, teilnahm und jeweils einen ersten und dritten Preis erringen konnte. Dies brachte Gerhard Track u. a. ins Weiße Haus nach Washington, wo er mit sei­nem Chor vor Präsident John F. Kenne­dy zur Eröffnung der Weihnachtsfeier­lichkeiten sang. Mit dem Männerchor der St. John’s University unternahm er ausgedehnte Konzertreisen nach Euro­pa, den Bahamas und jährlich minde­stens eine Konzerttournee in den USA!

1969 wurde er als „Music Director“ nach Pueblo, Colorado, verpflichtet, wobei er die Leitung des „Pueblo Symphony Or­chestra“ übernahm. Er gründete 1969 den Pueblo Symphonie-Chor, das Pue­blo Kammerorchester, das Pueblo Ju­gendsymphonie-Orchester und 1970 ein alljährlich stattfindendes „Mozart-Festi­val“, das in kürzester Zeit weltbekannt wurde, vor allem durch seinen interna­tionalen Instrumentalwettbewerb, der junge Künstler aus aller Welt nach Colo­rado brachte. Ausgedehnte Konzertrei­sen mit seinen Ensembles in den USA und in Europa, Gastdirigierverpflichtun­gen in den USA, Europa und Asien (u. a. Japan, Taiwan und Malaysien), Schall­plattenaufnahmen, internationale Fern­seh- und Rundfunktätigkeit kennzeich­nen diese Zeit.

Als Komponist schrieb Gerhard Track an die 400 Kompositionen und Bearbei­tungen, u. a. die Oper „Minnequa“, die 1976 anlässlich der Zweihundertjahr­feiern der Vereinigten Staaten erfolg­reich aufgeführt wurde. Zwei Weih­nachtsmusicals („The Little Matchgirl“ und „The Reindeer’s Surprise“) wurden alljährlich mit großem Erfolg in den USA und u. a. in Penang, Malaysien, sowie im US-Fernsehen aufgeführt. Außerdem schrieb er symphonische Werke, sechs Messen, Chor- und Orchesterkomposi­tionen, Kammermusik und Lieder sowie Chorkompositionen und -bearbeitungen. Viele seiner Kompositionen und Bearbeitungen sind bei amerikanischen, westdeutschen und österreichischen Musikverlagen verlegt. Außerdem grün­dete er in den USA den Musikverlag PM1.

Nach 28jähriger künstlerischer Tätigkeit in den USA kehrte der Wiener Dirigent und Komponist im September 1986 aus privaten familiären Gründen in seine Heimatstadt zurück. Er übernahm die künstlerische Leitung der Chorvereini­gung „Jung-Wien“, konnte seine 28jährige Erfahrung als amerikanischer Univer­sitätsprofessor in seiner neuen Tätigkeit als Lehrer und Dirigent an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst und am Konservatorium der Stadt Wien verwerten. Weitere künstlerische Tätig­keit als Dirigent des ORF-Symphonieorchesters und Gastdirigent führender Qrchester in den USA und Deutschland. Schallplattenaufnahmen mit den von ihm gegründeten Wiener Orchestern „Pro Musica International“ und „Wiener Serenaden-Orchester“ – 1988 wurde Gerhard Track einstimmig zum Präsidenten des Österreichischen Komponistenbundes gewählt, dem er seit 1986 als Vorstandsmitglied ange­hörte.

Mit Beginn des Schuljahres 1989/90 wird Prof. Gerhard Track die Leitung der Musiklehranstalten der Stadt Wien von seinem in den Ruhestand tretenden Vor­gänger, Senatsrat Prof. Josef M. Müller übernehmen.

1999 wurde er pensioniert, wirkt aber weiter international als Gastdirigent verschiedener Orchester in Europa, USA, Kanada, Japan, Australien, Hong-Kong, Taiwan, China und Griechenland. Er leitet Chor- und Orchester Workshops in aller Welt.

Brief vom 22.10.1980
Brief vom 14.07.1989
Rheinhalle 08.10.1988
Österreich ist
Sendung vom 08.09.1984
Sendung vom 18.09.1989
Autorenzeitung
Der liebe Augustin
Fidelio
Kronen Zeitung
Kurier
Unbekannt

 

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