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Komponist, Musiker (Klavier), Textautor

geboren am 13.10.1889 in Wien
gestorben am 24.01.1970 in Wien
beerdigt auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 79, Reihe 31, Nummer 34)

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Viele liebe Erinnerungen verbinden sich mir mit dem Namen Othmar Klose, eine Unzahl Veranstaltungen, bei denen er am Flügel „assistierte“ und wie brillant er dies tat.

Ein guter Begleiter ist oft und oft die ”halbe Nummer”, wenn nicht die ”ganze“, denn wenn er ”schmeißt” ist der Solist „geschmissen”, die ”Nummer kaputt”. Bei Othmar Klose war das nie der Fall.

Erinnern sie sich noch an „Hör‘ mein Lied, Violetta“, dieser Tango ist von Othmar Klose komponiert.

In Döbling ist er geboren und war schon als kleiner Bub unwahrscheinlich talen­tiert zu bezeichnen. Seine Geschwister erhielten Klavierunterricht und er spielte als 5jähriger alles nach dem Gehör, ohne Noten, nach. Die Familie Klose wohnte in der Nähe des Döblinger Friedhofes, da hörte er des Öfteren Beethovens „Trauermarsch“, nach der Trauerfeier zog dann die Kapelle mit dem „Zauber der Montour“-Marsch ab und schon war das Repertoire des Otti bereichert.

Der erste Auftritt des Buben war 1895 in der Gastwirtschaft seiner Eltern.

Leider verstarben beide Eltern zu früh und so musste der 14jährige selbst zum Weiterkommen sorgen. Durch Unterhaltungsmusik bestritt er seinen Lebensunterhalt, jedoch seine Studien führten ihn zu den Klassikern. Von 1910 bis 1913 war er in England auf Kon­zerttourneen. Dann kam das Heimweh. In der Zeit komponierte Othmar Klose eine Operette, sie wurde aufgeführt und ist seither, wie er seinerzeit selbst sagte, „verschollen“.

Othmar Klose wurde Schüler Leschetitzkys, machte die Staatsprüfung, unterrichtete dann selbst an staatlichen Klavierschulen, betätigte sich als Konzertpianist. Der Erste Weltkrieg verhinderte weitere Auslandsreisen.

Der Zusammenbruch der Monarchie, die Inflation brachten es mit sich, dass er als Barpianist „dem schnöden Mammon“ frönen musste und unter dem Pseudonym „Fred Pitts“ kam er mit seinem ersten Welterfolg „Hawayin Vision“ zu Tan­tiemen. 1924 bis 1926 war er musikalischer Leiter im „Simpl“. Über dem „grossen Wasser“ wurde er Musical Director im Irving Place Theatre New Yorks.

Nach dem Ausflug in die „Neue Welt“ ging er sechs Jahre mit seinem eigenen Orchester auf Tournee, dann kam die Rückkehr nach Wien, er spielte in den „Bacchus-Stuben“ und begann wienerisches zu komponieren:

„I will halt nur a Weana sein“, „Wien braucht so Weana“, „Die Liliputbahn“, „Durch Wien fliesst die Donau im Walzer­takt“. Der modernen Note verlieh er, wie erwähnt, die Krönung mit „Hör‘ mein Lied Violetta“, obwohl er wegen dieses Tangos angefeindet wurde, er hatte, quasi als Untermalung, einen Teil aus „La Traviata“ verarbeitet, dies aber ausdrücklich angeführt.

Welch‘ strenge Maßstäbe damals angelegt wurden und doch gelangte dieser Evergreen bis nach Japan.

Ich habe ihn noch im Sender Rot-Weiß-Rot gesehen und ge­hört. Mit Paul Hörbiger war Othmar Klose auf Tournee in der Schweiz 1948.

im 82igsten Jahr seines Lebens ist er nach kurzer Krank­heit in Wien gestorben.

Er war mir ein lieber väterlicher Freund gewesen.

Text von Emmerich Arleth

Titel Text Musik
A Kammerl in an Tal E. Ermad Othmar Klose
Afrika Lia Lindner Othmar Klose
Bella Undine Felleitner Othmar Klose
Concerto in A … für Kontrabaß Othmar Klose
Das gelbe Lied Othmar Klose Othmar Klose
Dein Bild E. Ermad Othmar Klose
Der Wolkenkratzer Walter Lechner Othmar Klose
Die Liliputerlbahn F. Braun Othmar Klose
Ein Walzer aus Wien Franz Neuhauser Othmar Klose
Frühling (Primavera) Othmar Klose Othmar Klose
Gute Nacht, mein Schatz Othmar Klose Othmar Klose
Heut‘ jodeln wir beim Samba E. Ermad Othmar Klose
Hör mein Lied, Violetta Othmar Klose Othmar Klose
I will halt nur a Weaner sein F. Feldner Othmar Klose
Ich sing‘ für jede schöne Frau Hubertus Othmar Klose
Ich singe diese Melodie H. Horn Othmar Klose
Im Vorübergehen P. Herz Othmar Klose
In der Dämmerung Othmar Klose
Jeder kommt einmal dran H. Haller Othmar Klose
Krösus Lia Lindner Othmar Klose
Lächelnd Othmar Klose Othmar Klose
Mazurca di Bravura … für Kontrabaß Othmar Klose
Mei Reichtum is mei Häuserl Edi Jandl Othmar Klose
Mondenlieder für mittlere Singstimme F. Braun Othmar Klose
Serenade für Kontrabaß Othmar Klose
Ski-Heil Othmar Klose Othmar Klose
Tango-Melodie E. Ermad Othmar Klose
Wer küßt wie ein Ungar H. Haller Othmar Klose
Wie die armen Leut ums Geld kummen san Othmar Klose Othmar Klose
Wien braucht so Weana Rudi Kreitner Othmar Klose
Zum 75. Geburtstag
Sendung vom 16.09.1968
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