BildDatenEhrungen
Chorleiter, Hochschullehrer, Komponist

Sohn von Ernst Track

geboren am 17.09.1934 in Wien

Berufstitel Professor
Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
Goldenes Ehrenzeichen um Verdienste um das Land Wien
BiographieKorrespondenzVeranstaltungSendungenPresse

Gerhard Track begann seine Kar­riere als Wiener Sängerknabe und war von 1953-1958 der jüngste Kapell­meister dieser weltbekannten Institu­tion, nachdem er an der Wiener Musik­akademie Musiktheorie und Komposi­tion bei Otto Siegl, die Kapellmeister­schule bei Prof. Hans Swarowsky und die Chorleiterschule bei Prof. Reinhold Schmid absolviert hatte.

Er maturierte an der Lehrerbildungsan­stalt Wien I.

1958 wurde der damals 24jährige Wie­ner an die „St. John’s University“ im amerikanischen Bundesstaat Minnesota berufen. Er unterrichtete Dirigieren, Ge­sang und Musiktheorie, leitete das „St. John’s Symphony Orchestra“ und den „St. John’s University Men’s Chorus“, mit dem er zweimal beim Internationa­len Chorwettbewerb in Llangollen, Wa­les, teilnahm und jeweils einen ersten und dritten Preis erringen konnte. Dies brachte Gerhard Track u. a. ins Weiße Haus nach Washington, wo er mit sei­nem Chor vor Präsident John F. Kenne­dy zur Eröffnung der Weihnachtsfeier­lichkeiten sang. Mit dem Männerchor der St. John’s University unternahm er ausgedehnte Konzertreisen nach Euro­pa, den Bahamas und jährlich minde­stens eine Konzerttournee in den USA!

1969 wurde er als „Music Director“ nach Pueblo, Colorado, verpflichtet, wobei er die Leitung des „Pueblo Symphony Or­chestra“ übernahm. Er gründete 1969 den Pueblo Symphonie-Chor, das Pue­blo Kammerorchester, das Pueblo Ju­gendsymphonie-Orchester und 1970 ein alljährlich stattfindendes „Mozart-Festi­val“, das in kürzester Zeit weltbekannt wurde, vor allem durch seinen interna­tionalen Instrumentalwettbewerb, der junge Künstler aus aller Welt nach Colo­rado brachte. Ausgedehnte Konzertrei­sen mit seinen Ensembles in den USA und in Europa, Gastdirigierverpflichtun­gen in den USA, Europa und Asien (u.a. Japan, Taiwan und Malaysien), Schall­plattenaufnahmen, internationale Fern­seh- und Rundfunktätigkeit kennzeich­nen diese Zeit.

Als Komponist schrieb Gerhard Track an die 400 Kompositionen und Bearbei­tungen, u. a. die Oper „Minnequa“, die 1976 anlässlich der Zweihundertjahr­feiern der Vereinigten Staaten erfolg­reich aufgeführt wurde. Zwei Weih­nachtsmusicals („The Little Matchgirl“ und „The Reindeer’s Surprise“) wurden alljährlich mit großem Erfolg in den USA und u.a. in Penang, Malaysien, sowie im US-Fernsehen aufgeführt. Außerdem schrieb er symphonische Werke, sechs Messen, Chor- und Orchesterkomposi­tionen, Kammermusik und Lieder sowie Chorkompositionen und -bearbeitungen. Viele seiner Kompositionen und Bearbeitungen sind bei amerikanischen, westdeutschen und österreichischen Musikverlagen verlegt. Außerdem grün­dete er in den USA den Musikverlag PM1.

Nach 28jähriger künstlerischer Tätigkeit in den USA kehrte der Wiener Dirigent und Komponist im September 1986 aus privaten familiären Gründen in seine Heimatstadt zurück. Er übernahm die künstlerische Leitung der Chorvereini­gung „Jung-Wien“, konnte seine 28jährige Erfahrung als amerikanischer Univer­sitätsprofessor in seiner neuen Tätigkeit als Lehrer und Dirigent an der Hoch­schule für Musik und darstellende Kunst und am Konservatorium der Stadt Wien verwerten. Weitere künstlerische Tätig­keit als Dirigent des ORF-Symphonieorchesters und Gastdirigent führender Orchester in den USA und Deutschland. Schallplattenaufnahmen mit den von ihm gegründeten Wiener Orchestern „Pro Musica International“ und „Wiener Serenaden-Orchester“ – 1988 wurde Gerhard Track einstimmig zum Präsidenten des Österreichischen Komponistenbundes gewählt, dem er seit 1986 als Vorstandsmitglied ange­hörte.

Mit Beginn des Schuljahres 1989/90 wird Prof. Gerhard Track die Leitung der Musiklehranstalten der Stadt Wien von seinem in den Ruhestand tretenden Vor­gänger, Senatsrat Prof. Josef M. Müller übernehmen.

1999 wurde er pensioniert, wirkt aber weiter international als Gastdirigent verschiedener Orchester in Europa, USA, Kanada, Japan, Australien, Hong-Kong, Taiwan, China und Griechenland. Er leitet Chor- und Orchester Workshops in aller Welt.

Brief vom 22.10.1980
Brief vom 14.07.1989
Rheinhalle 08.10.1988
Österreich ist
Sendung vom 08.09.1984
Sendung vom 18.09.1989
Autorenzeitung
Der liebe Augustin / Wienerlied aktuell
Der liebe Augustin >>> 1994, Heft 9, Seite 8 und 9
Der liebe Augustin >>> 1995, Heft 12, Seite 14
Der liebe Augustin >>> 1999, Heft 29, Seite 24
Der liebe Augustin >>> 2000, Heft 30, Seite 20
Der liebe Augustin >>> 2002, Heft 40, Seite 20
Der liebe Augustin >>> 2002, Heft 41, Seite 1 und 2
Der liebe Augustin >>> 2003, Heft 42, Seite 10
Der liebe Augustin >>> 2004, Heft 46, Seite 8
Der liebe Augustin >>> 2004, Heft 48, Seite 1, 2 und 8

Wienerlied aktuell >>> 2007, Heft 59, Seite 29
Wienerlied aktuell >>> 2009, Heft 66, Seite 12
Wienerlied aktuell >>> 2009, Heft 69, Seite 10
Wienerlied aktuell >>> 2010, Heft 70, Seite 32
Wienerlied aktuell >>> 2014, Heft 88, Seite 1 und 8

Fidelio
Kronen Zeitung
Kurier
Unbekannt

 

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