Walter HAMBÖCK

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Chormeister, Komponist, Korrepetitor, Musiker (Harmonika, Klavier, Orgel), Musikpädagoge, Musikverleger, Sänger, Textdichter

geboren am 21.05.1909 in Kaltenleutgeben
gestorben am 17.03.1979 in Newmains, Schottland

BiographiepersönlichesAustro-ScotiaPresse

„Ein österreichisches Schicksal”? Oder ”der Prophet im eigenen Lande”, wie oft muss ich diese Fragen schreiben? Walter Hamböck ist ein Beispiel dafür.

Der in Kaltenleutgeben geborene, hatte ersichtlich von seiner Mutter die Liebe zur Musik in die Wiege mit bekommen, war sie doch eine ausgezeichnete Liedersängerin gewesen.

In seinem 7. Lebensjahr begann er sein Klavier- und Orgelspiel, studierte Musiktheorie, war Sängerknabe und lernte an der Akademie für Musik in Wien.

1934 wurde er Konzertpianist, Korrepetitor, Organist (meist im Ausland, wie er selber schreibt) und Konzertbegleiter. Korrepetitor des weltberühmten Tenors Leo Slezak und seiner Tochter Margarethe. Konzertbegleiter der Kammersängerin Martha Fuchs-Bayreuth, Staatsopernsänger Hans Wrana (Berlin), der Cellovirtuosin Senta Benesch (Wien), war dann am Nationaltheater Weimar tätig.

Kam als Organist und Chormeister an die Evangelische Kirche nach Wien.

1953 übernahm er den Phöbus-Verlag in Wien, der sich in der Mollardgasse befand. Der Verlag lag ebenso am Boden, wie es die meisten Verlage in unserer Heimat ihr Schicksal nannten. Hamböck war also der „Benjamin“ unter den Verlegern“, so versuchte er erfolgreiche und begabte Komponisten, sowie Textautoren für seinen Verlag zu gewinnen.

Hans Zeisner, Sepp Fellner waren mit „von der Partie“, dann folgten Albert Bachrich, Josef Fiedler, Karl Föderl, Willy Jelinek, Silvester Schieder usw.

Da er ja selber ein guter Pianist war, konnte er sich als Verleger überzeugen, was gut oder schlecht war.

1962 hat Walter Hamböck seinen Verlag ganz plötzlich nach Newmains in Schottland transferiert und dort praktisch aus dem Nichts aufgebaut.

Seine Frau schrieb mir bereits nach seinem Ableben, er hat alles von sich aus alleine gemacht und sein „Austria Scotia Verlag“, den er Austro-Scotia Music Company umbenannt hatte, wurde unter seiner Leitung erfolgreich.

Privat unterrichtete Hamböck Schüler und Studenten am Klavier und an der Orgel. Als er nach schwerer Arbeit den Verlag zu einem gesunden Unternehmen aufgebaut hatte, Fuß gefasst und es ein wenig leichter gehabt hätte, kamen seine gesundheitlichen Probleme, denen er im März 1979 erlag, wahrscheinlich auch als Spätfolgen seiner Aufenthalte in den KZ’s Dachau, Flossenburg …

Was er in Schottland für Österreich geleistet hat sei hiemit belegt.

Den berühmten, bekannten „Ohrwurm“ „Parlez-moi d’amour“ und „La Vie en Rose“ hat Walter Hamböck in jungen Jahren geschrieben, sie wurden Evergreens, jedoch damals brauchte er Geld und hat alle seine Rechte verkauft !

„Ein österreichisches Schicksal“ ?

Text von Emmerich Arleth

Lebenslauf in Schottland
Austro-Scotia
Billboard
Pressestimmen
The Motherwell Times
Unbekannt
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