BildDatenAuszeichnungen
Liedermacher

geboren am 24.10.1953 in Gumpoldskirchen

Webseite: michaelfrank.at

1976  Sieger des Talentewettbewerbs “Musik der Kontraste”
2014  Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich
2017  Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
BiographieDiscographie

Am 24.10.1953 erblickte Michael als zweites Kind der Familie Frank in Gumpoldskirchen das Licht dieser Welt. Seine Mutter, eine Lehrerin, hatte mit Ihrem Mann, einem angesehen Gemeindearzt in Guntramsdorf, noch 3 Söhne.

1959 übersiedelte die gesamte Familie nach Guntramsdorf, wo Michael heute noch lebt.

Ca. 1971 begann Michael Frank mit dem Gitarre-Spiel und textete eigene Lieder. Bei verschiedenen Auftritten präsentierte er seine ersten Eigenkompositionen.

Nach der in Baden bei Wien abgelegten Reifeprüfung rief das Bundesheer und so absolvierte Michael 1972 – 1973 seinen Präsenzdienst in Eisenstadt. Hier wurde er der Militärmusik zugeteilt, wo er seine Einsätze mit Stimme und Gitarre hatte. Mit dabei auch Alois Loidl, heute Präsident des österreichischen Blasmusikverbandes, als Solotrompeter.

In dieser Zeit machte Michael auch seinen Führerschein. Und mit diesem neuerworbenen Dokument machte er sich auf die Reise nach Wien, wo er seinen ersten Auftritt in der Hauptstadt haben sollte. Ungeübt als Fahrer und vom Verkehr in Wien ein wenig überfordert fand er einfach nicht die Gasse, in der er auftreten sollte. Also drehte er kurzentschlossen um und dem Wiener Publikum entging der junge Michael Frank.

1973 war Michael Frank mit dem Lied „Winter“ (Text: Curt Weller / Musik: Michael Frank) bei der Showchance, wo er den 7. Platz belegte (gewonnen hatte Peter Cornelius mit dem Titel „Die Wolk’n“). In dieser Zeit gab es auch eine indirekte Verbindung zu Falco. Herr Johann Hölzel war Mitglied der Gruppe „Umspannwerk“ aus Mödling, die in Guntramsdorf ihr Probelokal hatten. Und dabei kam es unter anderem zu näheren Begegnungen von Falco mit einer Frau, die die Schwester von Michael Franks künftiger Ehefrau war. Michael schrieb für diese Gruppe das Lied „Jung sei, a Härtn haum“.

In der Folge absolvierte Michael Frank die Pädagogische Akademie in Baden und verließ sie 1976 mit den Lehrämtern in Deutsch und Leibeserziehung. Auf die Schüler losgelassen wurde er als äußerst beliebter Hauptschullehrer in Guntramsdorf und Mödling. Hierbei leitete Michael Kinderchöre, mit denen es auch oftmals öffentliche Auftritte gab. Davon gibt es Schallplatten, wie z.B. „Wir sind Kinder“, „Mödling, i hob‘ di gern“ und „Die Augen und die Ohren auf“.

1976 gewann er auch den Bandwettbewerb „Musik der Kontraste“, in der Sparte Folk, womit er sich auch seinen ersten Plattenvertrag ersungen hatte. Und beim Popodrom gelang ihm im selben Jahr der 2. Platz. Danach gab es auch eine N.Ö.-Tour, an der auch Sigi Maron teilnahm. Seitdem verband die Beiden eine innige Freundschaft.
Ab diesem Zeitpunkt erschienen auch nach und nach 4 Langspielplatten und einige Singles von Michael Frank, die natürlich auch zu regelmäßigen Konzerten, sowie Radio- und TV-Auftritten führten. Die erste LP, 1977 erschienen, hatte den Titel „12 Lieder“.

1978 entstand die 2. LP „An der Grenze zum Beton“, produziert von Peter Janda, der lange sämtliche Lieder von Michael arrangiert und produziert. Peter Janda ist als „Lebensfreund“ im musikalischen Bereich zu einem der wichtigsten Menschen Michaels geworden.

Aus seiner 1980 geschlossenen Ehe mit Gattin Helga entstammen die beiden Töchter Patricia (geboren 1984, heute als Staatsanwältin tätig) und Astrid (geboren 1988, nunmehr Apothekerin).

Von 1980 bis 1982 wirkte Michael bei der Kabarettgruppe „Brennesseln“ (Alfred Aigelsreiter, Harald Könczöl, Michael Frank und seine Frau Helga) mit.

Neben seinen Verdiensten als Musikvermittler in den Schulen und an die Jugend in einer zeitgemäßen Form kann der Guntramsdorfer Michael Frank auch auf viele andere Verdienste bezüglich seines Heimatortes verweisen: Neben seinem „Guntramsdorf-Lied“, das seit langem eine Art „Ortshymne“ symbolisiert, ist Frank auch Schöpfer der „Guntramsdorf-Messe“ (Erstaufführung: 03.11.2002), deren Lieder bis heute in Schulen und Kirchen ganz Österreichs Verwendung finden und als CD und Textheft erhältlich sind. Die Messe wurde mehrere Male mit großem Erfolg und bundesweit im Radio übertragen. Gemeinsam mit seinem Bruder, Mag. Andreas Frank, der der Pfarrgemeinde Neu-Guntramsdorf als Diakon vorsteht, verfasste Michael Frank diese sehr erfolgreiche, modern christliche Messe.

1983 erschien die von Rudi Dolezal produzierte LP „Problemkind“, zu dem Stefan Weber (Drahdiwaberl) das Cover gestaltete.

Von 1983 – 1988 lebte Gerhard Bronner mit seinen 4 Kindern in Breitenfurt. Und er war es, der Michael Frank sagte: “Lassen Sie sich nicht unterkriegen, denn Sie können’s!”

Von 1990 – 1998 war Michael bei der ortsbezogenen Zeitschrift „Hallo Guntramsdorf“ engagiert, wo er den Musikbereich geleitet und zahlreiche Beiträge verfasst und redigiert hatte.

1991 hatte Michael Frank einen Auftritt im Wiener Metropol, wo er das Vorprogramm von Donovan bestritt. In der Pause lud Michael Donovan, einen Schotten, zu einem Glas Whisky an der Bar ein. Also wurden 2 Whisky bestellt und als Donovan Phillips Leitch (so sein vollständiger Name) sein Glas erhob, erschien mit vorwurfsvollem Blick auch schon sein deutscher Manager, der ihm eigentlich ein Alkoholverbot während seiner Tournee ausgesprochen hatte. Daraufhin wurde der Whisky zurückgestellt und ein Mineralwasser bestellt. Michael musste sich also für 2 Glas Whisky opfern.

Im Jahre 1995 leitete Michael Frank ein Projekt gegen Rassismus, das das ganze Dorf einbezog, sehr viel Aufsehen erregte und vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend mit dem 1. Platz ausgezeichnet wurde.

In den 90er Jahren baute ein Guntramsdorfer Bürger, Herr Johann Krenn, Violinen von bemerkenswerter Güte. Um eine Bestätigung der Qualität seiner Instrumente erhalten zu können, wünschte sich Herr Krenn, dass ein berühmter Musiker die Violinen testen sollte. Durch die Hilfe und das Engagement Michael Franks erhielt man 1998 die Zusage, dass der Weltstar Yehudi Menuhin diesen Wunsch Wahrheit werden lassen wollte. Leider verstarb die Berühmtheit, bevor er Guntramsdorf aufsuchen konnte. Doch Michael Frank fand eine mehr als gleichwertige Lösung, indem er den damals schon sehr prominenten Julian Rachlin um eben diese Gefälligkeit bat. Rachlin testete vier Geigen aus der Werkstatt Johann Krenn, war sehr positiv eingenommen und hinterließ eine schriftliche Bewertung. Dass Julian Rachlin an diesem Nachmittag in der Guntramsdorfer Pfarrkirche ein Konzert gab, wird wohl den Anwesenden unvergesslich bleiben. In gebührendem Maße bedankte man sich bei Herrn Frank für seinen Einsatz für die Kunst und die Marktgemeinde.

Seit 1993 organisiert Michael Frank im Frühling eine Veranstaltung namens „Kulturmix”, die künstlerisch begabte Frauen und Männer des Ortes vorstellt und auf die Bühne bittet. Das immer zahlreiche Publikum ist mehr als verwundert, wie viele kreative und begabte Mitmenschen in ihrer 9000 Seelen-Gemeinde wirken und an Kultur aktiv interessiert sind.

2002 gab es einen sehr unerfreulichen Eingriff in das Leben von Michael Frank. Bei einem schuldlosen Verkehrsunfall wurde er so schwer verletzt, dass er mit 50%iger Invalidität krankheitsbedingt als Hauptschuloberlehrer in den Ruhestand versetzt wurde.

2003 erfolgte die Trennung von seiner Ehefrau Helga.

Für Anfang 2020 ist eine neue CD zu erwarten, die dem Freund und Mitwirkenden Herbert Janata (bekannt von der „Worried Men Skiffle Group“) gewidmet sein wird. Diese Produktion wurde mit Frank’s neuem musikalischen Partner Hans Zinkl aufgenommen, der für Tontechnik, Solo-Gitarre und Nachbearbeitung der 13 Lieder verantwortlich zeichnet.
Bereits 2012 gab es auch eine gemeinsame Zinkl/Frank-Produktion: Damals wurde das Wiener Jazzland 40 Jahre alt und die Beiden schenkten dem Chef des Clubs, Axel Melhardt, eine hauseigene CD mit dem hauseigenen Lied namens „Jazzland“.

So wie sich überhaupt in all den Jahren natürlich Kooperationen mit namhaften Personen der österreichischen Pop-Szene wie Robert Ponger oder Peter Janda, sowie Synergien mit Persönlichkeiten wie Rudi Dolezal, Thomas Brezina, Karl Merkatz, Gerhard Bronner oder der Kabarettgruppe „Brennesseln“ ergaben.

Neben regelmäßigen Konzerten in seiner Heimat Niederösterreich (u.a. in Baden, Mödling, Wiener Neustadt, Neunkirchen, Poysdorf, Laa an der Thaya, Waidhofen an der Thaya, Waidhofen an der Ybbs, Zwettl, Krems oder St. Pölten) sowie in weiteren österreichischen Städten wie u.a. Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Linz oder Eisenstadt, sah man Michael Frank z.B. als Akteur auf den Bühnen des Wiener Metropols, der Szene-Wien, der Cselley-Mühle (Burgenland) oder des Donauinsel-Festes. Gemeinsame Konzerte mit prominenten Kollegen wie Donovan, John Martyn, der Worried Men Skiffle Group, Hans Theessink oder den Schmetterlingen (Willi Resetarits) reflektieren den Stellenwert, den sich Michael Frank in diesen Jahren erarbeitet hat.

Dies ist ja auch ganz offiziell bestätigt, und zwar durch die beiden goldenen Ehrenzeichen (2014 für das Land Niederösterreich; 2017 für die Republik Österreich), die Michael Frank dekorieren.

Damit wünschen wir diesem Fan von Akkustikgitarren der Fa. Santa Cruz und Liebhaber von Singvögeln als Lebensbegleiter endlich den durchschlagenden Erfolg, den sich dieser ausgezeichnete, ehrliche und sympathische Künstler und Liedermacher längst verdient hat.

Robert Wiaderni
nach einem Gespräch mit Michael Frank
im Oktober 2019

Vinyl Singles

Michael Frank - 7" Singles

JahrLandLabelInterpretTitel
1976APhilips 6023 117Michael FrankBei mir kannst du di obelassn / Wintertag
1977APhilips 6023 121Karl MerkatzTrautes Heim, Glück allein / I bin schiach und du bist schiach
1987AMeltemi Music 119.500Chor der Europa-Hauptschule MödlingWir sind Kinder / Wir sind Kinder (instr.)
1987AMeltemi Music 119.542Michael FrankWoat, bis die Sunn scheint / Mia zwa hob'n uns valiabt
1989AMeltemi Music 119.603Michael FrankWia zwa schoffn's mitanaund / Haßa Tag
1989AMeltemi Music 119.616Chor der Europahauptschule MödlingMödling, i hob di gern / Mödling, i hob di gern (instr.)
1990AMeltemi Music 119.676Michael FrankVon Guntramsdorf bringt mi nix weg / Von Guntramsdorf bringt mi nix weg (instr.)
Vinyl 12LP's

Michael Frank - 12" LP's

JahrLandLabelInterpretTitel
1975APreiser Rec. SPR 9817V.A.ORF Musicbox, Kennwort Hörerlieder
1976APolyhymnia LP 2015 (2LP)V.A.Open Air Pop Festival
1977APhilips 6322 021Karl MerkatzEh klar
1977APhilips 6322 025Michael FrankZwölf Lieder
1978AEigenverlag 0120 215 (2LP)V.A.Folkclub Atlantis Live
1978APhilips 6322 032Michael FrankAn der Grenze zum Beton
1979ARotes Kreuz 6839 017V.A.Stars und Hits Heute
1983AExtraplatte 29Michael FrankProblemkind
1987AMeltemi Music 140 013Michael FrankAtempause
1988AAriola 209 346V.A.Macho Macho
CD-Single

Michael Frank - 5" CD-Single

JahrLandLabelInterpretTitel
2012AFaible Records 0034Michael Frank & Hans ZinklJazzland – a Stickl Wien
CD's

Michael Frank - 5" CD's

JahrLandLabelInterpretTitel
1988AAriola 259 346V.A.Macho Macho - Starke Töne aus Österreich
1994AMeltemi Music 150 401-2Michael FrankSo laung i wos gspia
1998AMeltemi Music 150 658-2Michael FrankHauptsoch g'sund
2004ASoundDesign Rec. SDR-9621Michael FrankMichael Frank live
2006AFaible Rec. 0010Michael FrankWo ist die Zeit?
2009AFaible Records 0027Michael FrankStrahlend + klar
DVD

Michael Frank - DVD

JahrLandLabelInterpretTitel
2004AHitfabrik HPE-70004Michael FrankMichael Frank live

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen