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Schauspieler, Textautor

geboren 1889
gestorben 1960

BiographieAutobiographieeinige LiederKorrespondenz

Von diesem Josef Jonas, der ein guter Textautor war, habe ich einen köstlichen Lebenslauf, jedoch keinerlei Daten gefunden. So möchte ich mir erlauben, seinen „Lebenslauf auf munterer Ebene“ einfach mit seinen Worten wiederzugeben.

„Also beginnen wir meinen Lauf des Lebens ganz schlicht, mit dem Namen – Josef Jonas! Nicht zu verwechseln mit dem „biblischen Jonas“. Ich wurde nicht von einem Walfisch ans Land gespuckt, sondern in Wien-Margareten auf ganz natürliche Art und Weise geboren. Vor vielen Leuten wurde mir in den Kinderschuhen ein werdendes Genie am Theaterhimmel vorhergesagt. Ich besuchte die Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst und wurde, nach dem absolvierten Studium, ein komischer Schauspieler. Am Linzer Landestheater lernte ich die Praxis, erhielt einen zwei Jahresvertrag, anschließend Stückverträge am Theater in der Josefstadt, zwischendurch konnte ich mich in Episodenrollen auf der Filmleinwand betrachten. Wusste nicht, dass ich in meiner Natürlichkeit so dumm: ausschauen konnte.

Dann plötzlich krachte es … Krieg … Militärzeit und Gefangenschaft. In der „Stacheldrahtära“ begann ich zu dichten. Die erste Dichtung war eine tropfende Wasserleitung. Die zweite eine Reihe Gedichte, Verse und … eine Operette „Wenn Männer verreisen”, sie kam in Steyr 1947 zur Uraufführung.

So verlegte ich mich mehr und mehr auf die Noten, die nach einem Text verlangten.

Zwischendurch ein Engagement an ein Kabarett in Innsbruck. Dort lernte ich weinen – nämlich, ich habe der Gage nachgeweint – die Kleinkunstbühne ging pleite, ich nach Wien.

Anschließend mit Paul Hörbiger auf Österreich-Tournee.

Dann folgte die sogenannte ‚Saure Gurkenzeit‘, die Zeit der Umbauten, Theater wurden zu Kinos oder ganz ‚abgebaut‘ wie die Schauspieler.

So entstanden viele Schlagertexte und Wiener-Lieder, die von bekannten Komponisten wie Albert Bachrich, Karl Föderl, Leopold Kubanek, Georg Luksch, Silvester Schieder, Josef Sirowy, u.a. vertont wurden, so verlegte ich mich ganz auf die „Schreiberei“, aufs Textieren.

Ich bin im Sternzeichen Schütze geboren, der mit Pfeil und Bogen, so schoss ich. so manche „Böcke“.

Einmal war es ein Volltreffer in Blond, es war jene Frau, der ich viele Inspirationen verdanke. Der zweite dieser Volltreffer hieß dann Christian …

Ich will den sogenannten Faden nicht ins unendliche weiterziehen, daher lasse ich ihn langsam, aber sicher durch die Finger gleiten, mit der Bitte, für Alle ihr stets ergebener Josef Jonas zu bleiben”.

Was will man mehr als einige Textbeispiele folgen zu lassen? „Heute fahr’n wir mit dem Taxi“, „Laß dir in d‘ Äugerl schauen?“, „Da musst du Haare lassen“, „Mein liebes Wien, du bist gleich einer Rose“, „Nur einen Katzensprung“, „Das Wienerkind“, „In der Leopoldau“, „Wenn Großstadtlichter glühn“, „Servus alte Hütten”, „Es gibt nur eine Wienerstadt“, „Good bye Seemann“ u.a.m.

Und ich habe weder Fotos noch Daten von diesem sicher „urigen“ Wiener Schauspieler, Textautor, der er war, nur die Fotokopie eines Briefes vom 20.5.1957.

Text von Emmerich Arleth

Da musst du Haare lassen
Das kleine Felsenmarterl
Das Wienerkind
Du bist a Nummer
Es gibt nur eine Wienerstadt
Good bye Seemann
Heute fahr’n wir mit dem Taxi
In der Leopoldau
Mein liebes Wien, du bist gleich einer Rose
Nur einen Katzensprung
Ja wann i di net hätt
Lass‘ dir in d‘ Äugerln schaun
Servus alte Hütten
Wenn Großstadtlichter glühn
Brief Jonas an Arleth vom 20.05.1957

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