Der Sohn des Wiener Eisendrehers Eduard Wunsch, der später als Musiklehrer tätig war, erhielt von diesem Unterricht in Klavier, Harmonika, Orgel, Geige und Trompete. Danach Theorie- und Kompositionsstudien bei L. Materna.
Im Alter von zehn Jahren arrangierte Ferry bereits für Konzerte der Musikschüler seines Vaters, mit 15 Jahren begann er zu komponieren. Daneben Besuch von Bürgerschule und anschließender Handelsakademie.
Nach dem Tod seines Vaters wurde Ferry Wunsch hauptberuflich Musiker, arbeitete als Alleinunterhalter u. a. in der Kärntner Bar (Wien 1). Weitere Engagements am Semmering und in Neutra (Nitra/SK), daneben erfolgreicher Fußballer. Später Trompeter in Tanzorchestern bei Juan Llossas, Marek Weber und D. Mathé, mit denen er zum Teil auch auf Tourneen ging. Ab 1935 als Kapellmeister in verschiedenen Wiener Etablissements tätig (Edenbar, Splendide, Kaiserbar, Gusti). In den späten 1940er Jahren gemeinsam mit Leo Gruber, Hanns Jelinek und Rudi Kampersky in der Czardásfürstin (Wien I) engagiert und übernahm nach dem Zweiten Weltkrieg die musikalische Leitung im „Amerikanischen Theater“ (Salzburg).
Mit seiner neu gegründeten Kapelle trat Wunsch danach in Wien und Berlin auf. Seit 1933 auch kompositorisch tätig, schrieb er z. T. heute noch populäre Wienerlieder, viele in Zusammenarbeit mit Hans Hauenstein, die von bekannten Interpreten wie Peter Alexander, Paul Hörbiger oder vom Schmid Hansl interpretiert wurden. Zuletzt wieder als Alleinunterhalter tätig.
Er komponierte (teilweise in Zusammenarbeit mit Hans Hauenstein) rund 150 Wienerlieder (darunter „Heut‘ kommen d‘ Engerln auf Urlaub nach Wien“, „Mitten in Wien steht der Stephansturm drin“ und „Geht’s, spielt’s ma doch endlich a Weanerlied“), außerdem mit Hanns Elin die Musik zur Operette „Scherben bringen Glück“ (Libretto und Liedtexte von Hauenstein).
Quelle: Monika Kornberger, Art. „Wunsch, Ferry (eig. Franz)“, in: Oesterreichisches Musiklexikon online, begr. von Rudolf Flotzinger, hg. von Barbara Boisits
Dankenswerterweise von Herrn Prof. Walter Schwanzer zur Verfügung gestellt:
Lied | Text | Musik |
Alle Drei (Granatentanz) | Ferry Wunsch / Poldi Müller | Ferry Wunsch |
Der alte Herr Inspektor | Axel Marberg | Ferry Wunsch |
Der Wein is‘ mei Onkel | Ferry Wunsch | |
Erst wann der Milchmann ,,, | Egon Huemer | Ferry Wunsch |
Es war net aufgstraht | Ferry Wunsch | |
Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut | Poldi Müller | Ferry Wunsch |
Für mi do brauchens kane Gläser waschen! | Armin Dörr | Ferry Wunsch |
Geht’s spielts uns doch endlich a Weanerlied | Ferry Wunsch | |
Herr Schwager, sö san a Versager | Poldi Müller / Walter Lechner | Ferry Wunsch |
Heut‘ bin i‘ ang’schütt (wia a Hydrant) | Ferry Wunsch | |
Heute geh‘ i strass’ln | Poldi Müller | Ferry Wunsch |
Heut‘ kommen d‘ Engerln auf Urlaub nach Wean | Ferry Wunsch | |
I mach‘ mir mein Prater daham | Egon Huemer | Ferry Wunsch |
Meine Geige, die hat’s immer gut gemeint | Ferry Wunsch | |
Mitten in Wien steht der Stefansturm drinn | Ferry Wunsch | |
Servus, servus alter Globus! | Ferry Wunsch | |
Steif wie a Bleistift komm i aus Neustift | Albin Ronnert / Leopold Nowotny | Ferry Wunsch |
Stellt’s meine Ross in‘ Stall! | Ferry Wunsch | |
Vielleicht kommt der Komet | Ferry Wunsch | |
Wann heut‘ wo ausg’steckt wird … | Ferry Wunsch | |
Wann i amol in Himmel kumm! | Ferry Wunsch | |
Wenn’s d‘ letzten Schrammeln aussitrag’n … | Hermi Karner / Walter Lechner | Ferry Wunsch |
