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Komponist, Musiker (Klavier), Textautor

geboren am 01.03.1889 in Wien
gestorben am 06.01.1962 in Wien
beerdigt in Wien auf dem Südwest-Friedhof (Gruppe 5, Reihe 1, Nummer 3)

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„Geh‘ Peperl plausch net, s‘ is ja net wahr,
so lang als mir san, is no ka G’fahr !“

„Es war einmal  die Zeit der Barpianisten, der Begleiter“, nicht dass es sie heute nicht mehr gibt, aber „es war einmal“ und in dem kleinen „es war einmal“ liegt die ganze Schwere der Vergangenheit.

Wo gibt es sie noch, diese „leisen, angenehmen Spieler“, untermalend, nicht aufdringlich, so einer „war einmal“ Viktor Korzhé.

In Ottakring geboren, war er der Sohn eines „Postlers“, der den Sohn als „sicher angestellten“ Bankbeamten gesehen hätte, den es jedoch, „warum konnte er selber nicht genau sagen“, zur Musik zog!

Und so lernte mein Vater, damals selbst noch ein Bub, den „Vikkerl“ Korzhe beim „Klein in Hernals“ als Kapellmeister kennen, der alle die damaligen Größen der Wiener Volkssänger begleitete, am Klavier und mit seiner Kapelle: Luise Montag, Hansi Führer, Edmund Guschelbauer usw.

Tief beeindruckt von dem „Meister der Töne“ wollte der kleine Arleth Orchesterleiter werden – dass er Jahre später vom Korzhé am Klavier begleitet werden würde – nie hätte er daran gedacht.

Viktor Korzhé wurde vom nachfolgenden Volkssänger und Direktor Josef und seiner Frau Marie Ullmann, die ihre Bühne ins Etablissement Klein verlegten, übernommen, sowie ein jugendlicher Komiker, der auch Blitzdichter war. Karl Schneider hieß der Künstler. Er schrieb später „den kleinen Lausbuam“.

Der Schneider Karl und sein Kapellmeister verstanden einander „auf Anhieb“ und so fanden sich „zwei Fliegen auf einen Schlag”.

„Hebt’s mir a Glaserl auf”, „Neulerchenfeld ist die Hauptstadt von Ottakring“ waren Gemeinschaftsarbeiten der beiden. Dazu kamen noch 60 Ein- und 10 Dreiakter für die Bühne beim „Klein“, dem heutigen „Metropol”. Nur, die Musik und die „Stückeln” kennt heute niemand mehr, nicht einmal Korzhés Erstlingswerk „Mein Wien, was sagst du dazu“.

1924 hat Viktor Korzhé Singfilme herausgebracht, sie waren Vorgänger der Tonfilme „Röserl am Wörthersee“, „s‘ Glöckerl von Maria Wörth“, „s‘ Lercherl vom Wienerwald“ – heute sagen wir „fürchterliche Schnulzen“, damals waren es „Sensationen“ oder wer kennt noch oder erinnert sich noch ans „Margaretner Orpheum“ beim Matzleinsdorferplatz, den „Circus Mercedes“ beim Pfann’schen Bad in Meidling, an das Varieté Westend in Ottakring, da liefen diese „Flimmerfilme“ mit der Musik Korzhés. Seine Operetten „Der Petroleumbauer“, „Zwei Herzen und ein Wienerlied“, „Traumland der Liebe“ alles „es war einmal“, einzig „Geh‘ Peperl plausch net“ ist „geblieben“ und das wird nur mehr sehr selten gesungen, gespielt. Ich selber habe ihn noch etliche Male als Pianist gehört.

Am Dreikönigstag 1962 hat er den „Klavierdeckel zugemacht, das Notenheft aus der Hand gelegt“ und alles andere, die Volkssänger, die Ensembles ist „gewesen“.

Text von Emmerich Arleth

Lied Text Musik
Aber stolz war ich nie Albin Ronnert Viktor Korzhé
Am Lichtentalergrund Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Der Weg zu mein‘ Beiserl Alois Eckhardt-Klampferer / Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Die Hauptstadt von Ottakring Karl Schneider Viktor Korzhé
Es kommt die Zeit, wo alle gleich san Hans Lanscha Viktor Korzhé
Geh‘, Peperl plausch net Franz Prager Viktor Korzhé
Gondoliers Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Hebt’s mir a Glaserl auf Karl Schneider Viktor Korzhé
I lass mei Herz bei dir Johann Schober Viktor Korzhé
I muass a Fieber haben, weil i so durstig bin Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Jung war’n die Rosen Alois Eckhardt-Klampferer Viktor Korzhé
Kroneggergasserl Hans Rathauscher Viktor Korzhé
Madam, Madam Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Mei Alte hat heut die Spendierhosen an Viktor Korzhé
Mein Spiritismus Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Mir liegt’s auf der Zungen Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Möchte wieder amal gern a Räuscherl haben Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Und der Wein war auch dabei Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Wann die Sonn‘ scheint auf Wien Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Wann i net so mondsüchtig wär Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Was der Weana wohl tät, wann er ka Weanaliad hätt Karl Sprowaker Viktor Korzhé
Was wäre die Welt ohne dich, mein Wien Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Wenn amol die letzten Schrammeln Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Wenn aner lauter Anser hat Walter Herbe Viktor Korzhé
Wenn in Alt-Ottakring dir a Laternderl winkt Hans Rathauscher Viktor Korzhé
Wien ist ein Märchen Viktor Korzhé
Wien, wie bist du schön Viktor Korzhé Viktor Korzhé
Zauber der Vorstadt Karl Schneider Viktor Korzhé

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