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Schauspieler, Schriftsteller, Textautor

geboren am 18.02.1887 in Feldbach, Stmrk
gestorben am 09.12.1958 in Berlin
beerdigt auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf

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Hans Pflanzer kam am 18.02.1887 in Feldbach, Steiermark, als Sohn einer Beamtenfamilie zur Welt. Zur Schule ging er dann in Graz, da die Eltern dorthin versetzt wurden.

Nach erfolgtem Schulgang musste er auf Vaters Verlangen in die Lehre als Drucker.

Da er in dieser Zeit sich befleissigte im Akkord zu verdienen, nahm er heimlich von dem verdienten Geld Schauspielunterricht, bei einem bekannten Lehrer Lippert. Als Pflanzer dann ausgelernt hatte, hat er seinen Eltern mitgeteilt, dass er Schauspieler wird. Sein 1. Engagement war Gleichenberg, dann ging er an die städt. Bühnen Graz.

Dort spielte er unter Hagin von  Grevenberg.

Gedichte, die in Zeitschriften veröffentlicht wurden, schrieb er schon in diesen Jahren nach seiner Lehrzeit.

Seine ersten schauspielerischen Talente entwickelte Pflanzer schon als 6jähriger Bub. In Feldbach veranstalteten die Kinder eine Theateraufführung, der kleine Hans musste einen Diener spielen, mit großem Eifer wollte er die Rolle spielen, als er auftrat, waren seine ersten Worte.  „Ist der Herr Johann in seinem Zimber.“

In den nächsten Tagen rief die Feldbacher Jugend, wenn sie ihn sahen, “Ist der Herr Johann in seinem Zimber.“  Damals zeigte sich schon seine humoristische Begabung. Wohl war in dem Schaffen des Hans Pflanzer viel Humor und doch immer ein Klang von gottgegeben Ernst. Seine Werke zeugen von diesem so wunderbaren Charakter.

Stets war Hans Pflanzer bescheiden, hilfsbereit, wenn Menschen seines Berufes in Not und Kummer waren. Mit den Größten der Operette, wie Lehar, Stolz, Tauber usw.  war er befreundet, mit Stolz schrieb er eine Operette, die im Grazer Orpheum aufgeführt wurde. Für die Femina schrieb er in den Jahren nach 14 viele Revuen, die auch Stolz zum Teil komponierte.

Seine Lieder, wie „Ha, ja in Liebhardstal”, und viele Wiener Lieder, die heute von den Schrammeln täglich gespielt werden, zeugen von seinem großen Schaffen. „Eine große Komödiantin“ (Musik Gustav Zelibor), „Abschied von Wien“. In den letzten Jahren wurde „Der narrische Kastanienbaum“, ein beliebtes Lied, das von allen Schrammeln gebracht wird.

Sein größter Erfolg mit Hans May, der 3 Wochen nach dem Heimgang von Hans Pflanzer folgte, war in Deutschland „Herrgott am blühenden Neckarstrand.“

Mit Willi Kollo hatte Pflanzer in Deutschland bekannte Titel, die heute noch täglich gespielt und als Evergreen notiert werden, wie „Grüß mir mein Hawaii ” und „Warum hast du so traurige Augen“, das erst wieder Ende des Jahres 1958 auf einer Schallplatte auf dem Markt kamen. Mit Willy Jelinek , Wien, hat Pflanzer großen Erfolg mit „Das Märchen unserer Liebe“ und  ein viel besprochenes Lied „Man muss in Grinzing in der Kirch‘n  gwesn sein“. Nach seinem Hinscheiden fand seine Frau ein Liederl „Ich möcht‘ ein Bam krieg‘n.“

In diesem Liederl zeigt sich der innige Humor seines Lebens und die Einstellung seines ewigen Heimgang. Wie gern wollte er in diesen Sommer nochmal in die Heimat, aber leider, hat sein langjähriges Leiden, das er mit Geduld und seinem fröhlichen Wesen immer ohne je zu klagen ertrug, seinen Wunsch nicht mehr zugelassen.

Er war, trotz vielen schweren Tagen zweier Kriege, fern der Heimat, mit seinem ganzen Herzen der Sohn der Steirer Berge. Eine Operette (Musik Willy Jelinek) schrieb er noch und es ist sein innigster Wunsch gewesen, dieses Werk noch an seiner einstigen Stätte seiner Laufbahn Graz zu erleben. Aber er erlebte sie nicht mehr, die Erzherzog Johann Operette „Liebe im Salzkammergut“.

Aber 300 mal wurde im Raimundtheater die Kinderoperette „Bolke der Bär“, mit Texten von Hans Pflanzer, zur Freude der Kleinen und auch Großen, aufgeführt. Unzählige Simplrevuen schrieb Hans Pflanzer in den Jahren von 1914 – 1919 und von 1945 – 1949.

TitelTextMusik
Als we trouwenHans PflanzerHubert Cuypers
Das Mädel ist ein SchlagerHans PflanzerA. M. Werau
Das war sein MilljöhHans PflanzerWilly Rosen
DauerkussHans PflanzerWilly Engel-Berger
Der letzte OmnibusHans PflanzerErich Ziegler
Der narrische KastanienbaumHans PflanzerPepi Wakovsky
Du, du ich hab’ ein NestchenHans PflanzerEddie Munson
Ein verliebter JünglingHans PflanzerW. Goldschmidt
Es gibt nur ein BerlinHans PflanzerWilly Rosen
Gestern Nacht hab’ ich Marie nach Haus gebrachtHans PflanzerPaul Pallos
Ja dort im LiebhardsthalHans PflanzerHans May
Kamel-TrotHans PflanzerErich Ziegler
Kleine blonde GreteHans PflanzerWilli Kollo
LeierkastenHans PflanzerWilly Engel-Berger
Liebe für eine NachtHans PflanzerWilli Kollo
Lieber Schatz, das ganze Leben ist belämmertHans PflanzerWilli Kollo
Mädel, du bist für die Liebe gemachtHans PflanzerAnton Profes
MargarethHans PflanzerPaul Pallos
MuckiHans PflanzerWilly Engel-Berger
Pourquoi tes yeux sont ils si tristesHans PflanzerWilli Kollo
PrositexHans PflanzerMax Rode
Prost, süsses LiebchenHans PflanzerHans May
Rotgelocktes Mägdelein einer muss der Erste seinHans PflanzerVictor Corzilius
Schön, ja schön müßt es seinHans PflanzerWilly Engel-Berger
Sehnsucht nach WienHans PflanzerHans May
Souvenir d’ HawaiiHans PflanzerWilli Kollo
Tante!Hans PflanzerWilly Engel-Berger
Unter den Sternen von MexikoHans PflanzerJosef G. Bayer
VeronikaHans PflanzerWilly Engel-Berger
Warum hast du so traurige AugenHans PflanzerWilli Kollo
Wenn der Mond des Nachts vom Himmel lachtHans PflanzerVictor Corzilius
ZigeunerkapelleHans PflanzerWilly Engel-Berger

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