AbbildungKinoprogrammAutorTechnikDarsteller
Illustrierter Film-Kurier, Nr. 4
Ein Film von Willi Forst
Manuskript und Musiktexte: Ernst Marischka
nach Motiven der Operette von Johann Strauß
Produktionsassistent: Alfred Vesely
Aufnahmeleitung: Franz Hoffermann
Regieassistent: Hans Wolff und Georg Marischka
Choreographische Leitung: Hedy Pfundmayer
Musikalische Bearbeitung: Willi Schmidt-Gentner
Ton: Alfred Norkus
Standphotos: Richard Wesel
Bauten: Werner Schlichting
Schnitt: Hans Wolff
Kameraassistent: Hans Staudinger
Kostümberatung: Alfred Kunz und Toni Mautner
Fred Liewehr – Ludwig von Bayern
Willy Fritsch – Graf Wolkersheim
Maria Holst – Melanie
Hedwig Bleibtreu – Fürstin Auersbach
Hans Moser– Knöpfel
Theo Lingen – Jean
Dorit Kreysler – Liesl Stadler
Paul Henckels – Fürst Ypsheim
Vilma Tatzel – Anui
Claramarie Skala – Metternich
Egon von Jordan – Daffinger
E. F. Fürbringer – Cilli
Julius Karsten – Fürst de Ligne
Karl Blühm – von Treysing
Fritz Imhoff – Urwiener

Ferner wirkten mit:
Kammersängerin Maria Reining
Lea Pilti
die Wiener Philharmoniker

Filminhalt
Der Film spielt zur Zeit des Wiener Kongresses. Unter den Teilnehmern ist auch als Delegierter des Fürstentums Reuß-Greiz-Schleiz Graf Georg Wolkersheim. Er ist ein etwas pedantischer norddeutscher Diplomat, der aber im innersten Winkel seines Herzens doch ein wenig Sinn für Lebensfreude hat, denn er hat die Komtesse Melanie Auersbach, eine reizende, scharmante Wienerin, geheiratet. Melanie leidet innerlich als lebenslustige Wienerin unter der steifen Korrektheit ihres Mannes. Nun kommt sie aber mit nach Wien, und hier blüht sie wieder auf. So sehr sie auflebt in dem Zauber der Wiener Luft, so entsetzt ist er über das Wiener Leben. Ihm ist diese ewige Musik zuwider, das Leben und Treiben dieser scheinbar an Arbeit nicht gewöhnten Stadt ist ihm ein Gräuel. So kommt es, wie es kommen muss, Melanie reißt aus und fährt zu ihrer Tante, der Fürstin Auersbach, nach Baden bei Wien. Sie ist der Ansicht, dass ihr Mann sie schon zurückholen werde. Der Zwist zwischen den beiden Ehegatten wird noch geschürt durch den Gräflich-Reuß-Greiz-Schleizer Diener Jean, der noch pedantischer ist als sein Herr, und den Kammerdiener der Fürstin Tante, einen Herrn Knöpfel. — Die Gegensätze zwischen dem norddeutschen Gatten und der lebenslustigen Gräfin scheinen unüberbrückbar. Bis Wolkersheim zum Fürsten Metternich befohlen wird und dort erkennen muss, dass auf diesem Kongress Diplomatie und Politik die geringste Rolle spielen. Der Fürst von Ligne fasst die Arbeit dieses Kongresses in dem historischen Wort zusammen: „Der Kongress tagt nicht — er tanzt.” Und so muss auch Georg Wolkersheim aus Reuß-Gleiz-Schleiz tanzen lernen, und zwar den soeben geborenen Wiener Walzer. Er tut es zuerst lediglich aus Pflichtgefühl, aber als er bei diesen Tanzstunden an ein echtes Wiener Mädel, die Liesl vom Ballett, gerät, da geht auch ihm das Herz auf für Wien. Sehr schnell wird Wolkersheim zum Lebemann, er lässt die Akten verstauben und ergibt sich dem erfolgreichen Studium des Walzers und der Wiener Mädels. Inzwischen ist Melanie in Baden die Zeit zu lang geworden. Sie kehrt zurück nach Wien, denn schließlich ist sie ihrer Meinung nach als Frau ihres Mannes verpflichtet, so zu sein, wie er sie haben will. Sie kommt also nach Wien zurück und gibt sich ganz so, wie er in Reuß es von ihr verlangt hat. Georg hat aber inzwischen zu viel vom wienerischen Rhythmus gespürt, als dass er noch den preußischen von gestern schätzen könnte. Was bleibt ihm anderes übrig, als seiner Frau den alten Wolkersheim vorzutäuschen, und so ergibt sich zwischen den beiden Ehegatten ein komisches gegenseitiges Theaterspiel. — Der große Kongressball naht, natürlich sagt keiner dem andern, dass er liebend gern auf diesen Kongressball gehen möchte, und ebenso natürlich geht jeder heimlich auf diesen Ball. Er mit seiner Liesl, und sie, nach echter Frauenart, revanchiert sich mit dem Kronprinzen von Bayern. Auf diesem Ball kommt es zu vielen Verwicklungen und Verwirrungen, bis in seinem Verlauf beide bereit werden, sich endlich wieder zu versöhnen. Aber da sind noch die beiden feindlichen Diener, der Jean und der Wiener. Zwar haben sich die beiden im Volksprater auch gefunden und jeder den anderen schätzen gelernt, doch in völliger Verkennung der Situation benutzen sie die erste Stunde ihrer Freundschaft, der geliebten Herrschaft den Weg zur Versöhnung zu ebnen. Natürlich machen sie es grundfalsch und zerschlagen das eben gekittete Porzellan. Da greifen der Kronprinz von Bayern und die Liesl vom Ballett ein und lösen den scheinbar unentwirrbaren Knoten, so dass der Friede einkehrt in das Haus Wolkersheim.

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