AbbildungKinoprogrammAutorTechnikDarsteller
1953 – Das Programm von Heute, Nr. 192
Drehbuch: Ernst Marischka nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Roda-Roda und Carl Rössler
Regie: Ernst Marischka
Produktionsleitung: Karl Ehrlich
Musik: Anton Profes
Kamera: Sepp Ketterer
Bauten: Fritz Jüptner-Johnstorf
Ton-Sprache: Otto Untersalmberger
Ton-Musik: Herbert Janetzka
Schnitt: Henny Brünsch
Aufnahmeleitung: Jakob Polle
Kostüme: Dr. Leo Bei
Standfotos: Arthur Hämmerer
Regieassistent: Rudolf Nußgruber
Annemarie Düringe – Komtesse Julia Kopsch-Grantigna
Adrienne Gessner – Gräfin Kopsch Grantignon, ihre Mutter
Hans Holt – Oberleutnant Geza v. Hajos
Paul Hörbiger – Oberst v. Leuckfeld
Loni Heuser – seine Frau
Richard Romanowsky – Bezirkshauptmann Swoboda
Gretl Schörg – Frau v. Lamasy
Fred Liewehr – Erzherzog Karl Viktor
Wolfgang Lukschy – Flügeladjudant v. Lützelburg
Alfred Neugebauer – Exzellenz v. Hechendorf, Generalfeldmarschall i. R.
Rolf Moebius – Herzog Karl Eberhard
Karl Schwetter – Oberleutnant Riedl, Adjudant
Harry Hardt – Rittmeister v. Mirkowitsch
Susi Nicoletti – Frau Rittmeister v. Mirkowitsch
Fred Heller – Regimentsarzt
Fritz Imhoff – Wachtmeister Koruga
Ernst Waldbrunn – Ulan Kunitschek
Heinz Conrads – Ulan Lamatsch
Franz Böheim – Ulan Nepalek
Svet Petrovich – Oberst Esterhazy
u.v.a.
FilminhaltMusik

Der pensionslüsterne Oberst v. Leuckfeld, der sich mit den Vorbereitungen zum Jubiläumsfest seines Regiments herumschlägt, empfängt den Besuch seines Freundes, des Feldmarschalls i. R. von Hechendorf, der ihm empfiehlt, beim bevorstehenden Manöver alle Befehle verkehrt zu geben. Dann wird er von der Gräfin Kopsch-Grantignan aufgesucht, die ihn um eine diskrete Intervention bittet: Oberleutnant Geza v. Hajos, der eben in sein Regiment versetzt worden ist, habe ihre Tochter Lilly in Budapest standesamtlich geheiratet. Zur kirchlichen Trauung sei es aber nicht mehr gekommen, weil Lilly den Bräutigam bei einem innigen Kuß mit einer fremden Dame überrascht habe. Ihre Tochter, zutiefst gekränkt, wolle von Geza von Halos nichts mehr wissen. Dieser aber sei wutentbrannt davongefahren.

Wenig später taucht in der kleinen Garnison jene fremde Frau, die temperamentvolle Bildhauerin von Lamasy, Gezas einstige Freundin, auf, deren Abschiedskuß so üble Folgen hatte. Auch sie erhält eine Einladung zu der bevorstehenden Regimentsfeier, will sie doch mit ein paar aufklärenden Worten die junge Ehe wieder leimen.

Lilly wäre vielleicht zum Nachgeben bereit gewesen, wenn nicht eine neue Affäre eine weitere Kränkung für sie bedeutete: Sie überrascht Geza im Badezimmer ihrer Freundin, der Frau Rittmeister von Mirkowitsch. Diese vieldeutige Situation ist die Folge eines Irrtums bei der Einquartierung, für den der Ulan Lamatsch die Verantwortung trägt. Lilly aber glaubt jetzt weder den erklärenden Worten der Freundin noch ihrem Geza.

Sie beschließt sich vollends zu revanchieren, als sie auf dem Ball unter den Anwesenden Frau von Lamasy erkennt. Sie flirtet mit dem erlauchten Gast, dem Erzherzog, der, von ihrem Liebreiz fasziniert, sie einlädt, mit ihm am nächsten Morgen während der Truppenübung im „Gasthaus zur schönen Aussicht” eine ungestörte Stunde zu verplaudern.

Während des Manövers nun beginnt der Oberst tatsächllich alle Befehle verkehrt zu geben, während der Erzherzog mit Lilly, die ihren unüberlegten Schritt schon bereut, sich in das Gasthaus zurückzieht. Dort erklärt sie dem hohen Herrn, wer sie ist und daß sie ihren Gatten liebt.

Zu spät, scheint es, denn inzwischen nähert sich Oberleutnant von Hajos dem Haus. Wenn nun in letzter Minute nicht Frau von Lamasy auf dem Plan erschiene und die Situation durch ein geschicktes weibliches Manöver rettete, fänden die zwei Liebenden wohl nie zusammen.

Und der Erzherzog wahrscheinlich auch nicht zur Lagebesprechung. Dort stellt er, nachdem der Korpskommandant schon eine vernichtende Kritik an der Kampfführung des Obersten geübt hat, dem überraschten Offizier seine Beförderung zum General in Aussicht, weil — wie sein deutscher Gast, Herzog Karl Eberhard, ausführt – der Oberst ganz neue Wege der Strategie gezeigt hat.

Schenk’ Dir ein

Schon ein altes Sprichwort sagt: Es gibt nichts auf der Welt, was den Menschen Freude macht und was auch ewig hält!
Darum Bild’ Dir nur nicht ein, es muß bei Dir anders sein, Schicksal kauft man nicht mit Geld. Alle Sorgen gehn vorüber,
jede Wolke geht vorbei,
nur ein Liebesschmerz bricht dein armes Herz oft für immer entzwei.
Darum merke dir das eine,
‘s gibt nur eine Medizin,
schau, daß du vergißt, wenn du traurig bist,
Traurigsein hat dcch kein’ Sinn!

Schenk’ dir ein ungarischen Wein, sagt ein Zigeunerliedel,
schenk’ dir ein ungarischen Wein, bei der Zigeunerfiedel,
Schenk’ dir ein ungarischen Wein, dazu ein Ungarmädel,
trink’ mit ihr, ruf’: Eljen! Eljen! Eljen!
Tanz mit ihr, ruf’: Eljen! und du bist gesund!

Text: Ernst Marischka / Musik: Anton Profes
Copyright MCMLIII by Josef Weinberger Ltd., London