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Neues Film-Programm
Nr. 1607, November 1959
Buch: Maria Matray und Answald Krüger nach dem gleichnamigen Lustspiel von Just Scheu und Ernst Nebhut
Regie: Axel von Ambesser
Gesamtleitung: Walter Koppel
Produktionsleitung: Helmut Ungerland
franz. Produktionsleitung: Pierre Bochart
Produktion: Gyula Trebitsch
Coproduzent: Pierre O‘ Conell
Kamera: Christian Matras
Musik: Bernhard Eichhorn
Bauten: Herbert Kirchhoff und Albrecht Becker
eine Gyula-Trebitsch-Produktion der Real in Coproduktion mit Regina S.A. Paris im Verleih der Union-Film
ein Farbfilm in Eastmancolor
Schneider, Romy – Fanny Emmetsrieder
Pascal, Jean-Claude – Zar Alexander I. von Rußland
Lohner, Helmut – Martin Graf Waldau
Regnier, Charles – Fürst Metternich
Guers, Paul – D‘ Aurignac, Botschafter Frankreichs
Moser, Hans – Großvater Emmetsrieder
Marbaux, Jacqueline – Fürstin Metternich
Meinrad, Josef – Baron Hager, Polizeipräsident von Wien
Qualtinger, Helmut – Zawadil, von der Geheimpolizei
Wanka, Rolf – Graf Waldau sen.
Schwarz, Hans – Fürst Razumofsky, aus dem Stabe des Zaren
Maertens, Willy – Graf Schleizenstein aus Sachsen
Loewis, Erik von – General Seidelbast aus Preußen
Schafheitlin, Franz – Lord Stewart, Botschafter Englands
Hruby, Margaret – Lady Stewart
Seitz, Lou – Gräfin Haschlowitz
Valmont, Vera – Kaiserin Marie Luise
und Marcel Marceau mit seinem Ensemble
Filminhalt
Es handelt sich um den Wiener Kongreß von 1815 und die Rolle, die dabei der reizenden kleinen Korsettmacherin Fanny Emmetsrieder zufällt. Zunächst – und damit beginnen die Verwicklungen – fällt ihr eines Tages auf, daß sie von ihrem geliebten Martin beschwindelt worden ist: der hübsche Junge ist gar nicht – wie er vorgegeben hat – hochherrschaftlicher Diener beim Fürsten Metternich, sondern ein richtiger Graf und „Geheimer Sekretär“ seiner Durchlaucht dazu. Will er sich mit ihr nur einen Spaß machen? Na, warte! sagt sich Fanny. Den werde ich mir vorknöpfen. Gleich an Ort und Stelle im herrschaftlichen Palais, wo dieser Kongreß stattfindet. Am besten heute abend beim Gala-Ball. Courage hat sie, die Fanny! Als Musiker verkleidet, verschafft das Mädchen sich Zutritt zu dem von Geheimpolizei abgeriegelten Palast, in dem eine gespannte Atmosphäre herrscht. Denn die Männer, die am weiteren Schicksal Europas herumschmieden, sind sich seit dem Moment, da der gemeinsame Feind Napoleon besiegt und gefangen war, keineswegs mehr einig. Die Verhandlungen drohten schon in einem Tumult auszulaufen, und Zar Alexander I. von Rußland hat seine Teilnahme an dem Ball abgesagt. Plötzlich betritt er dennoch – am Arm einer charmanten jungen Dame und glänzender Laune — den Ballsaal. Was ist geschehen? Nun, Fanny mußte vor Geheimpolizisten fliehen, landete im Zimmer der Fürstin Metternich und schlüpfte in eines von deren Ballkleidern. So begegnete sie dem Zaren,der sie für eine Comtesse hielt, sie auf den ersten Blick reizend fand und zum Tanze führte. Unversehens ist aus einem kleinen Schwindel und einer harmlosen Maskerade ein großes Abenteuer geworden.
Und schon am nächsten Tag verstrickt sich Fanny tiefer in ihre Flunkerei, als nämlich der Zar in ihrem Domizil bei Großvater Emmetsrieder auftaucht und als Erklärung für die ärmliche Behausung die rührende Geschichte einer heimatvertriebenen adeligen russischen Emigrantin zu hören bekommt. Währenddessen hat der österreichische Geheimdienst die bemerkenswerte Korsettmacherin im Verdacht, eine Agentin Napoleons zu sein, und Fanny fällt dem Wiener Polizeichef in die Hände, der den vermeintlichen napoleonischen Spitzel kurzerhand einsperrt. Um sich loszuschwindeln, tischt das Mädchen ihm ein haarsträubendes Märchen auf: Der Ex-Kaiser sei von Elba geflohen und in Frankreich gelandet. Das schlägt beim Kongreß wie eine Bombe ein. Die „Alliierten“ sind sich auf einmal wieder einig. Sofortige Mobilmachung wird angeordnet. Erschrocken dementiert Fanny Stunden später und legt ein umfassendes Geständnis ab.
Doch in diesem Augenblick trifft ein Kurier aus Paris mit einer sensationellen Nachricht ein: Napoleon ist in Frankreich gelandet! Fannys Zufalls-Tip hat den Verbündeten zu einem vielleicht entscheidenden Vorsprung verholfen. Der Zar erhebt sie zur wirklichen Comtesse. Und Fürst Metternich genehmigt seinem inzwischen zum Hofrat beförderten gräflichen Sekretär Martin drei Tage Heiratsurlaub, „denn länger kann Österreich auf die Inspirationen der Comtesse nicht verzichten!“

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