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Neues Film-Programm
Nr. 1454, August 1959
Buch: Herbert Reinecker / Utz Utermann nach dem Roman von Hans Gruhl
Regie: Thomas Engel
Gesamtleitung: Claus Hardt
Produktionsleitung: Werner Fischer
Aufnahmeleitung: Herbert Junghanns / Laci Martin
Regie-Assistenz und Schnitt: Walter Boos
Musik: Franz Grothe
Liedertexte: Willy Dehmel
Bild: Erich Claunigk
Bau: Hans Berthel / Robert Stratil
Ton: Martin Müller
Kostüme: Margot Schönberger
eine Utz-Utermann-Produktion der Bavaria Filmkunst im Verleih der „Sascha“
Ziemann, Sonja – Eva
Giller, Walter – Daniel
Kirchner, Doris – Rita
Lüders, Günther – Grusius
Schroth, Karl-Heinz – van Eck
Windeck, Agnes – Frau von Quernheim
Vita, Helen – Pyjama-Dame
Karlstadt, Liesl – Frau Nöske
Haagen, Margarete – ältere Dame
Welitsch, Ljuba – Trudchen
Hunzinger, Alexander – Eugen
und der Dackel „Blasius
Filminhalt
Daniel Mogge ist 26 Jahre alt und ein Allerweltsgenie. Er schreibt dauernd Romane, die leider niemand druckt, und vertreibt Lexika, die leider niemand kauft. Nebenbei spielt er Klavier, wenn das Klavier nicht gerade im Pfandhaus steht.
Eines Tages beschließt Daniel Mogge, sich einen vierbeinigen Tröster zuzulegen, da seine letzte Liebschaft mit Rita, der Tochter des Musikverlegers van Eck, sich bereits jener Gefahrenzone nähert, wo er als eingefleischter Ehegegner stets den Rückzug antritt. Bei Frau v. Quernheim begegnet er dem Dackel Blasius, den er gegen Ratenzahlungen ersteht. Herr und Hund beginnen ein privates Lotterleben, das nur von einem Versuch Ritas, Daniel zurückzuerobern und von unerfreulich-erfolglosen Sanierungsversuchen gestört wird. Selbst eine berufliche Mißerfolgsserie kann Daniel nicht seine fruchtbare musikalische Laune verderben. Er besingt sich und den Dackel und die Frauen, die ihnen beiden fehlen. Und nebenan, der neue Untermieter von Frau Nöske, Herr Grusius, schreibt die Noten mit. Grusius steht zugleich vor seiner drohenden Entlassung und vor seinem Chef, dem Verleger. Er bietet ihm verzagt und mutlos ein angeblich eigenes Erzeugnis, eine populäre Melodie an. Verleger van Eck, ein Erfolgsmensch mit einer untrüglichen Witterung für die „Schnulze“, greift zu. Grusius wird noch verzagter. Es hilft nichts – seine Melodie wird verlegt, aufgenommen, verbreitet.
Zu Hause kommt er gerade noch zurecht, als die Pfandhaus-Packer wieder einmal Mogges Piano entführen, und löst in einem Daniel unverständlichen Anfall von Philantropie die Schuld ab. Das Klavier wird wieder in Daniels Wohnung zurücktransportiert.
Dackel Blasius gelingt es eines Abends, was sein Herr seit der Trennung von Rita vergeblich versuchte, den Anschluß an ein weibliches Wesen herzustellen. Aus Herrchens Stammkneipe begibt sich der Dackel auf einen Erkundungsgang, der ihn in einen offenen VW und mit diesem in Eva Gengenbachs Fotoatelier führt. Als kluger Hund trägt Blasius die Telefonnummer seines Herrn um den Hals. Derart wird Blasius zum postillon d’amour! Daniel lernt Eva, die Frau seines Lebens, kennen. Daniel ist im siebenten Himmel. Eifrig vertraut er seine erwachenden Gefühle dem Klavier an. Und Nachbar Grusius notiert. Van Eck kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Es ist ihm, als ob er jahrelang auf einer Ölquelle gesessen hätte, ohne je einen Bohrversuch unternommen zu haben. Grusius ist ein Genie, Genies verdienen Förderung, einen angemessenen Lebensstil, eine neue Wohnung. Grusius schaudert. Alles, nur keine neue Wohnung! Van Eck versteht ihn nicht . . . Das Ende aber kommt schnell und scheint furchtbar.
Bei aller Bescheidenheit hat Grusius nicht verhindern können, daß van Eck seine – also Daniels Melodien – bekanntmacht. Eines Tages entdeckt Eva den Schwindel. Und Rita, Daniels verlassene Freundin, sorgt dafür, daß die beiden keine Gelegenheit haben, das doppelte Mißverständnis aufzuklären. Eva muß Daniel für einen Aufschneider halten, der sich sozusagen auf fremden Klangwellen in ihr Herz eingespielt hat. Sie bricht mit ihm.
Herr und Hund stürzen aus dem siebenten Himmel. Plötzlich hört sich Daniel überall gespielt – im Rundfunk, in Plattengeschäften.
Der Rest ist in diesem Falle nicht Schweigen, sondern Musik und freudiges Gebell. Wieder spielt Blasius den Kuppler. Daniel hat es selbst als vorletzter erfahren, Eva erfährt es als letzte: Daniel ist ein begabter und erfolgreicher Komponist.

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