Der Kaplan von San Lorenzo

AbbildungKinoprogrammAutorTechnikDarsteller
1953 – Das Programm von Heute, Nr. 146
Drehbuch: Kurt E. Walter nach einer Idee von Dr. Turi Vasile
Regie: Gustav Ucicky
Kamera: Georg Bruckbauer
Bauten: Robert Herith
Musik: Hans Otto Borgmann
Herstellungsleiter: Willy Zeyn
Dieter Borsche – Don Stefano
Willy Birgel – Kunsthändler Vito Catani
Ilse Steppat – Isabella, seine Frau
Getrud Küchelmann – Gilda Morelli
Ursula v. Teubern – Gräfin Torri
Karl Skraup – Quiriao, Pfarrer
Charles Regnier – Kommissar Morro
Margarete Haagen – Constanza, Wirtschafterin
Walter Janssen – Gerichtsvorsitzender
E. F. Fürbringer – Staatsanwalt
K. W. Krause – Dr. Paquet, Catanis Gehilfe
Filminhalt

In der Pfarrkirche San Lorenzo in Verona ist ein junges Mädchen vor Hunger ohnrnächtig zusammengebrochen. Der junge Kaplan Don Stefano nimmt sich des Mädchens Gilda an und bringt es im Hause des Kunsthändlers Catani, in dessen Familie der Geistliche viel verkehrt, unter. Don Stefano hat eine tiefe Zuneigung zu Gilda gefaßt und kämpft gegen dieses bedenkliche Gefühl an. Eines Abends wird Frau Catani tot in der Garage aufgefunden, vergiftet durch die Auspuffgase ihres eigenen Wagens. Alles weist auf Mord hin. Die Indizien sprechen für die Täterschaft Gildas. Das Mädchen wird verhaftet und wegen Mordes angeklagt. Don Stefano, der von der Unschuld Gildas überzeugt ist, will Licht in die unklare Angelegenheit bringen und stellt auf eigene Faust Nachforschungen an, die von dem Kunsthändler Catani rnit Mißtrauen beobachtet und durch einen teuflischen Plan unterbrochen werden. Nur um dem Priester den Mund zu versiegeln, beichtet er ihm, daß er selber seine Frau getötet habe. Er liebe Gilda, und seine Frau habe nicht in die Scheidung einwilligen wollen. Vergeblich fordert Don Stefano den Mörder auf, sich zu Stellen. Gebunden durch das Beichtgeheimnis muß der Priester nun schweigend mitansehen, wie sich in der Gerichtsverhandlung das Netz der Indizien immer enger um Gilda zusammenzieht. In der letzten Nacht geht Don Stefano mit sich selbst ins Gericht und glaubt erkennen zu müssen, daß eigentlich er die Schuld an dem ganzen Unglück trage. Er unterbricht am nächsten Tag die Urteilsverkündung im Prozeß gegen Gilda mit dem sensationellen Geständnis: „Ich habe es getan!“ Man läßt zwar das Mädchen frei und setzt ihn dafür in Haft, aber niemand kann an eine Schuld des Kaplans glauben. Inzwischen haben sich Verdachtsmomente gegen den wahren Täter ergeben. Catani will fliehen, doch die Polizei beobachtet ihn und ihm bleibt nur der Weg in den Tod. Don Stefano aber zieht sich in die verwaiste Pfarre eines abgelegenen Bergdorfes zurück, wo er sein Leben in stiller Arbeit beschließen will.