Güldene Waldschnepfe

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In den Weinhauerdörfern Hernals und Dornbach, waren es die Wogen der Lebensfreude, die Gemütlichkeit und die Freude an der Natur, weshalb die Wiener mit dem Fiaker, dem Stellwagen oder der Glöckerlbahn, wie man die erste Pferdetramway nannte, vom Schottentor nach Hernals und Dornbach kamen. Gegen Ende des 19. Jh.war die Güldene Waldschnepfe, Dornbacher Straße 88, die Hochburg der Schrammeln. Zu wiederholten Malen hatte sich auch Kronprinz Rudolf mit seinem Leibfiaker Bratfisch eingefunden, um der Schrammelmusik zu lauschen. In der „Güldenen Waldschnepfe“ trafen sich die begüterten Stände Wiens. Fiakerkolonnen warteten vor dem Lokal auf ihre Herrschaften. Kavaliere hatten ihre Leibfiaker, die meist gute Sänger und Jodler waren. Mitte der sechziger Jahre des 19. Jh. erfuhr das Volkssängertum durch den Eintritt von Sängerinnen einen sprunghaften Anstieg.
Die Besetzung der Schrammeln und ihr Können, sowie die alten österreichischen Volksweisen, Tänze und Lieder, die sie mit Kompositionen ergänzten, machten die Schrammelmusik unsterblich. Ein handschriftliches Gutachten von Johann Strauß (Original im Bezirksmuseum) empfiehlt die Schrammelmusik auf das Wärmste.
Durch die verdienstvolle Initiative von Prof. Louis Böck, Mitglied der Wiener Symphoniker, und des Hernalser Bezirksvorstehers Josef Veleta konnte 1970 die Gebrüder Schrammel-Gesellschaft gegründet werden. Auf diese Weise erlebte die original Schrammelmusik mit dem „Klassischen -Wiener – Schrammelquartett“ eine erfolgreiche Auferstehung in Hernals.

aus dem Wiener Bezirksmuseum