

Gesang, Filmschauspieler, Heurigenwirt
geboren am 25.02.1909 in Wien-Nußdorf
gestorben am 14.01.1954 in Wien
beerdigt auf dem Pfarrfriedhof Nußdorf
Franz Rudolf Schier wurde am 25.02.1909 in Wien-Nußdorf geboren. Schon in frühester Kindheit sang Franz bei jeder Gelegenheit und man merkte seine Freude daran. Dies setzte sich mit gemeinsamen Liederabenden mit seinem Vater fort und er besuchte die Musikakademie, Studienrichtung Gesang, in Wien. Damals wollte Franz Schlagersänger werden. Bei der RAVAG (Vorläufer des österr. Rundfunks) war er bei der Kapelle von Charly Gaudriot herzlich willkommen. Hierbei nahm er auch seine ersten Schellacks auf.
Nachdem Franz Schier durch die Mitarbeit im elterlichen Gasthaus Erfahrung und Interesse an der Gastronomie gefunden hatte, eröffnete er gemeinsam mit seiner Mutter in Wien 19., Hackhofergasse (vis-a-vis des Schankbetriebes der Eltern) ein Heurigenlokal. Durch das Engagement von einem Schrammelquartett mit verschiedenen Sängern wuchs auch in ihm die Liebe zum Wienerlied. Als „Schier Franzl“ trat er täglich auf den Pawlatschen mit einigen Wienerliedern auf. Dies veranlaßte zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Kunst seine Auftritte zu genießen und dabei auch gesehen zu werden.
Auf Anraten von Franz Föderl nahm Franz Schier im Jahr 1932 an dem Wettbewerb „Lieder- und Jazzkonkurrenz“ teil und ging als Sieger hervor. Durch die professionelle Präsentation seiner Lieder half er vielen österreichischen Komponisten und Textautoren zu deren Erfolg.
Auf Grund seiner Popularität wurde er auch zu der einen oder anderen Filmrolle eingeladen, wie z.B.:
- Kameradschaft, 1931
- Salto in die Seligkeit, 1934
- Eva, 1935
- Rendezvous in Wien, 1935
- Das Frauenparadies, 1936
- Prinzessin Sissy, 1939
- Liebe streng verboten, 1939.
- Herzensfreud – Herzensleid, 1940
- Der Meisterdetektiv, 1944
- Der alte Sünder, 1951
- Stadtpark, 1951
1954 erlag Franz Schier mit nicht einmal 45 Jahren überraschend und unerwartet den Nachbehandlungen einer Blinddarmoperation. Er ist auf dem Pfarrfriedhof Nußdorf beerdigt. Eine Gedenktafel in Wien 19., Hackhofergasse 12 erinnert an den beliebten Sänger.
Robert Wiaderni










