BildDatenEhrungen
Gesang, Schauspiel

geboren am 29.04.1894 in Budapest
gestorben am 05.03.1981 in Wien
beerdigt in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 C, Nummer 52)

1942 Staatsschauspieler
1964 Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich
1964 Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold
1969 Kammerschauspieler
1969 Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
1972 Girardi-Ring
1974 Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
1977 Ehrenring der Stadt Wien
1977 Goldene Kamera
1980 Nestroy-Ring
BiographieWerkeFilmographieBibliographiePresse

Es waren die Nachkriegsjahre, als ich Paul Hörbiger durch meinen Vater kennen lernte und wie zu vielen, unserer österreichisch-wienerischen Künstler, DU sagen durfte.

Paul Hörbiger „räumte ab“ bei diesen Veranstaltungen, wie es so schön im „Künstlerjargon“ heisst.

Wenn er am Schluss seines Auftrittes „z’rissne Schuach, in jedem Strumpf a Loch“ sang, „aber saufen, aber saufen tan ma doch“ fortsetzte und „dieses Lied noch eine Stunde später gesungen“ und „noch eine…. später“ stammelte, erkannte das Publikum, was da für ein Mann auf der Bühne stand, der, und das ist wohl das Schwierigste, nüchtern eine solche „Schwipsparodie“ hinlegte.

Alle die im Publikum saßen, kannten Paul Hörbiger von den Filmen, aber ihn persönlich zu sehen war für uns Alle überwältigend.

War er doch der Prototyp des „urwüchsigen Wieners“, der gar nicht in Wien geboren war, ein „tulli Bursch“, ein Freund, wie es auch Hans Moser gewesen. Beide große Volksschauspieler, mit denen mein Vater noch gemeinsam auf Bühnen stand und gespielt hat, als es manche „Stars“, wie sie heute genannt und hochgespielt werden, gar nicht gab, die fast nichts über Wien und seine wahrhaft großen Künstler gab, wissen !

Wer und was Paul Hörbiger war, daß sein Vater ein bekannter, ja weltberühmter Entdecker der Welteislehre gewesen, sein jüngerer Bruder Attila, seine Schwägerin Paula Wessely begnadete Schauspieler, alles das gehört eigentlich zur Allgemeinbildung – oder besser – sollte dazu gehören ! Annähernd 300 Filme haben den Paul populär gemacht und durch die vielen Einzelveranstaltungen, die es einmal gab, hatte ich Gelegenheit, dem Menschen Hörbiger näher zu kommen, der, bei diesen, so manches, was er erlebt hatte ganz privat zum Besten gab.

Anlässlich seines 70. Geburtstages 1964, wurde im Raimundtheater die musikalische „Farkas-Fassung“ des „Feldherrnhügels“ nach Roda-Roda wiederaufgeführt. Es war ja bereits zehn Jahre vorher, der ”Feldherrnhügel“ unter der Regie Karl Farkas gespielt worden.

Neben Paul Hörbiger eine großartige Besetzung: Wanda Kobierska, Trude Stemmer, Tony Niessner, Erich Rolf Arnold, Max(i) Böhm, mein Vater und wenn Hannelore Cremer ‘’wenn du mich küsst, spielt mein Herz Militärmusik“ sang, die Musik stammte übrigens von Heinz Sandauer, großartig zusammengestellt, dann tobte das Haus.

Um diesen grandiosen „Komödianten“ Paul Hörbiger ist es schade, so einer kommt nicht wieder.

Er hat den Ehrentitel „Der Hörbiger“ völlig zu Recht getragen. Das Wörtchen „DER“ vor dem Familien- oder Künstlernamen, ist als ein Adelsprädikat zu verstehen.

Text von Emmerich Arleth

musikalische Werke
1928: Dyckerpotts Erben
1928: G’schichten aus dem Wienerwald
1928: Heut’ spielt der Strauß
1928: Das letzte Souper
1928: Die Räuberbande
1928: Schmutziges Geld
1928: Sechs Mädchen suchen Nachtquartier
1928: Spione
1928: Die große Abenteuerin
1928: Der fesche Husar
1928: Die Dame mit der Maske
1928: Die tolle Komteß
1928: Die Wochenendbraut
1928: Ungarische Rhapsodie
1929: Asphalt
1929: Möblierte Zimmer
1929: Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht
1929: Der Sträfling aus Stambul
1929: Drei um Edith
1929: Die Frau, die jeder liebt, bist du!
1929: Das grüne Monokel
1929: Ein kleiner Vorschuß auf die Seligkeit
1929: Frauen am Abgrund
1930: Das alte Lied
1930: Drei Tage Mittelarrest
1930: Der Herr auf Bestellung
1930: Nur Du
1930: Ich glaub nie mehr an eine Frau
1930: Delikatessen
1930: Wie werde ich reich und glücklich?
1930: Der unsterbliche Lump
1930: Zwei Herzen im Dreivierteltakt
1931: Arm wie eine Kirchenmaus
1931: Ihre Hoheit befiehlt
1931: Der Kongreß tanzt
1931: Kyritz – Pyritz
1931: Mein Herz sehnt sich nach Liebe
1931: Der Zinker
1931: Der verjüngte Adolar
1931: Die lustigen Weiber von Wien
1931: Walzerparadies
1931: Kabarett-Programm Nr. 4
1931: Die Försterchristl
1931: Der ungetreue Eckehart
1931: Der Stumme von Portici
1931: Reserve hat Ruh
1931: Grock
1931: Sein Scheidungsgrund
1932: Ein blonder Traum
1932: Friederike
1932: Johann Strauß, k. u. k. Hofkapellmeister
1932: So ein Mädel vergißt man nicht
1932: Ein steinreicher Mann
1932: Ein toller Einfall
1932: Die unsichtbare Front
1932: Quick
1932: Paprika
1932: Zwei glückliche Tage
1932: Scampolo, ein Kind der Straße
1932: Annemarie, die Braut der Kompanie
1932: Peter Voß, der Millionendieb
1932: Es war einmal ein Walzer
1932: Lügen auf Rügen
1932: Das Geheimnis um Johann Orth
1932: Drei von der Kavallerie
1932: Trenck
1932: Kaiserwalzer
1933: Liebelei
1933: Walzerkrieg
1933: Heimkehr ins Glück
1933: Zwei gute Kameraden
1933: Ein Lied für Dich
1933: Skandal in Budapest
1933: Gruß und Kuß – Veronika
1933: Pardon, tévedtem
1933: Keinen Tag ohne Dich
1933: Der große Bluff
1934: … heute abend bei mir
1934: Frühjahrsparade
1934: Rosen aus dem Süden
1934: Der Herr ohne Wohnung
1934: Ich heirate meine Frau
1934: Die Czardasfürstin
1934: Mein Herz ruft nach dir
1934: Spiel mit dem Feuer
1934: Besuch am Abend
1934: Die Abschieds-Symphonie
1934: Herz ist Trumpf
1934: Fräulein Frau
1935: Petersburger Nächte. Walzer an der Newa
1935: Königswalzer
1935: Endstation
1935: Liebeslied
1935: Das Einmaleins der Liebe
1935: Wenn die Musik nicht wär
1935: Frischer Wind aus Kanada
1936: Die Puppenfee
1936: Seine Tochter ist der Peter
1936: Lumpacivagabundus
1936: Drei Mäderl um Schubert
1936: Schabernack
1936: Fiakerlied
1936: Kinderarzt Dr. Engel
1937: Peter im Schnee
1937: Der Scheidungsgrund
1937: Florentine
1937: Die Landstreicher
1938: Der Blaufuchs
1938: Einmal werd’ ich Dir gefallen
1938: Es leuchten die Sterne
1938: Heimat
1938: Heiraten – aber wen?
1938: Immer wenn ich glücklich bin
1938: Des jungen Dessauers große Liebe
1938: Die kleine Prinzessin (Prinzessin Sissy)
1938: Liebelei und Liebe
1939: Maria Ilona[5] 1939: Mutterliebe
1939: Opernball
1939: Salonwagen E 417
1939: Hochzeitsreise zu dritt
1939: Drunter und drüber
1939: Ich bin Sebastian Ott
1939: Unsterblicher Walzer
1939: Kitty und die Weltkonferenz
1939: Männer müssen so sein
1940: Falstaff in Wien
1940: Herzensfreud – Herzensleid
1940: Der liebe Augustin
1940: Operette
1940: Wunschkonzert
1940: Wiener G’schichten
1941: Oh, diese Männer
1941: Wir bitten zum Tanz
1942: Die große Liebe
1942: Die heimliche Gräfin
1942: So ein Früchtchen
1942: Wen die Götter lieben
1942: Brüderlein fein
1943: Lache Bajazzo
1943: Schwarz auf Weiß
1943: I Pagliacci
1944: Romantische Brautfahrt
1944: Schrammeln
1944: Die Zaubergeige
1947: Der Hofrat Geiger
1948: Leckerbissen
1948: Der Engel mit der Posaune
1948: Kleine Melodie aus Wien
1948: The Mozart Story
1949: Der dritte Mann (The Third Man)
1949: Der Bagnosträfling
1949: Die seltsame Geschichte des Brandner Kaspar
1950: Epilog – Das Geheimnis der Orplid
1950: Glück muß man haben
1950: Schwarzwaldmädel
1950: Eine Nacht im Separee
1950: Der Seelenbräu
1951: Verklungenes Wien
1951: Wenn die Abendglocken läuten
1951: Frühlingsstimmen
1951: Die Frauen des Herrn S.
1951: Der Teufel führt Regie
1951: Der alte Sünder
1951: Der fidele Bauer
1951: Was das Herz befiehlt
1952: Hallo Dienstmann
1952: Das Land des Lächelns
1952: Mein Herz darfst du nicht fragen
1952: 1. April 2000
1952: Mikosch rückt ein
1952: Ich hab’ mein Herz in Heidelberg verloren
1952: Man lebt nur einmal
1952: Ich heiße Niki
1952: Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein
1953: Von Liebe reden wir später
1953: Die Rose von Stambul
1953: Das tanzende Herz
1953: Die Perle von Tokay
1953: Der Feldherrnhügel
1953: Junges Herz voll Liebe
1953: Die Privatsekretärin
1953: Mit siebzehn beginnt das Leben
1953: Fiakermilli – Liebling von Wien (Die Fiakermilli)
1954: Die schöne Müllerin
1954: Mädchenjahre einer Königin
1954: Schützenliesel
1954: Und der Himmel lacht dazu (Bruder Martin)
1954: Der Raub der Sabinerinnen
1954: Der Zigeunerbaron
1954: Meine Schwester und ich
1954: Una Parigina a Romantische
1955: Die Stadt ist voller Geheimnisse
1955: Banditen der Autobahn
1955: Du mein stilles Tal
1955: Der fröhliche Wanderer
1955: Ja, so ist das mit der Liebe (Ehesanatorium)
1955: Die Deutschmeister
1955: Eine Frau genügt nicht
1955: Ein Herz bleibt allein
1955: Die Försterbuben
1955: Hilfe – sie liebt mich
1955: An der schönen blauen Donau
1956: Lügen haben hübsche Beine
1956: Charleys Tante
1956: Die Christel von der Post
1956: … und wer küßt mich?
1956: Lumpazivagabundus
1956: Manöverball
1956: Bademeister Spargel
1956: Was die Schwalbe sang
1956: Das Donkosakenlied
1956: Der schräge Otto
1957: Wien, du Stadt meiner Träume
1957: Heiratskandidaten
1957: Heimweh … dort, wo die Blumen blühn
1957: Der schönste Tag meines Lebens
1957: … und die Liebe lacht dazu
1957: Hoch droben auf dem Berg
1957: Die Winzerin von Langenlois (Und so was will erwachsen sein)
1957: Ober, zahlen!
1958: Hallo Taxi
1958: Sebastian Kneipp – Ein großes Leben
1958: Hoch klingt der Radetzkymarsch
1959: Heimat – Deine Lieder
1960: Kauf Dir einen bunten Luftballon
1961: … und du mein Schatz bleibst hier
1961: Der Orgelbauer von St. Marien
1962: Drei Liebesbriefe aus Tirol
1962: Tanze mit mir in den Morgen
1962: … und ewig knallen die Räuber
1963: Sing, aber spiel nicht mit mir
1963: Die lustigen Vagabunden
1963: Unsere tollen Nichten
1963: Die ganze Welt ist himmelblau (Rote Lippen soll man küssen)
1963: Ferien vom Ich
1963: Im singenden Rössel am Königssee
1964: Das hab ich von Papa gelernt
1964: Die große Kür
1964: Happy-End am Wörthersee
1965: Leinen aus Irland
1965: Der Alpenkönig und der Menschenfeind
1965: Ruf der Wälder
1969–1970: Der alte Richter (Fernsehserie)
1971: Tatort: Mordverdacht
1972: Sie nannten ihn Krambambuli
Bücher
AbbildungAutorBuchtitel
Georg MarkusIch hab für euch gespielt
Georg MarkusIch hab für euch gespielt
Michael HorowitzLebensbilder
Georg MarkusDie Hörbigers
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Die Presse
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