Maxi BÖHM

Maxi BÖHM

Kabarettist, Schauspiel

geboren am 23.08.1916 in Wien
gestorben am 26.12.1982 in Wien
beerdigt in in einem Ehrengrab der Stadt Wien auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 33G, Nr. 68)

– 1958 Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich
– 1970 Hut vom lieben Augustin in Bronze von der Robert-Posch-Vereinigung
– 1977 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien
– 1982 Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold
–         Ehrenring des Theaters in der Josefstadt
– 1983 Max-Böhm-Büste im Foyer der Wiener Kammerspiele
– 1987 Max-Böhm-Hof (städtische Wohnhausanlage in Wien 8, Tigergasse 22)
– 2009 Max-Böhm-Gasse (im 22. Wiener Gemeindebezirk)

Und stets in den Garderoben „kennst‘ schon den?“ Dann folgte ein Witz dem anderen. Seine Auftritte waren Lachstürme des Publikums. 1964 war der „Feldherrnhügel“ im Raimundtheater. Da hat er sich seine Ohren derart „hergerichtet“ – ich glaube man sieht es, ganz vorgebogen, er gab einen „böhmischen Soldaten“ und war in seiner Rolle total „aufgegangen“.

Er hatte eine Krankheit, die hieß „Komik“ las ich erst wieder unlängst, als ich so in meinen Erinnerungsarchiven stöberte … und trotz all dieser Humorig- und Lustigkeit, „hineinsehen“ konnte man nicht, denn im Innersten ist fast jeder Komiker zu Hause ein ruhiger, ernster Mensch.

Der Sohn eines Badearztes, kam am 23.8.1916 in Wien zur Welt, da sein Vater im Kurort Teplitz-Schönau niedergelassen war, ging Maxi dort auch zur Schule. Er sah als kleiner Junge den Grünbaum und den Farkas in einer Doppelkonference und wollte nur mehr Kabarettist werden.

Die Bühnen hießen Wilhelmstal, Eger und Reichenberg, wo er begann, natürlich ernste Rollen, die ihm so gar nicht lagen. Dann eine Rolle – Soldat – die schon überhaupt nicht zu ihm passte. Auch das überstand er und mit der „Großen Chance“ kam auch seine Chance. Es war im Sender Rot- Weiß-Rot, später in der RAVAG und Österr. Rundfunk-Fernsehen, Volkstheater, Raimundtheater, dann Theater in der Josefstadt, Kammerspiele, nicht zu vergessen seine „Simpl“-Vergangenheit mit Karl Farkas.

Die Aufzeichnungen der „Bilanzen“ sind Raritäten geworden, die ich immer wieder gerne – „Dank an die Videotechnik“ – anschaue.

Dass sein Leben einen tragischen Verlauf nahm, dass seine hochbegabte Tochter, am Beginn ihrer Weltkarriere, tödlich verunglückte, sein Sohn gleichen Vornamens, sich das Leben nahm, er schien es durch seine Arbeit verkraftet zu haben, jedoch das Herz, sein Herz war müde geworden.

Sein Bestes hatte er gegeben und jetzt konnte er nicht mehr weiter. Das Publikum wartete auf seinen Auftritt, in der Josefstadt: „Der Raub der Sabinerinnen“ stand auf dem Programm, aber Maxens Herz versagte, am 26. Dezember 1982 …

Text von Emmerich Arleth

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