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Neues Film-Programm
Nr. 1766, Februar 1960
nach einer Idee von Laslo Kish
Drehbuch: Ernst Neubach und Adolf Schütz
Regie: Arthur Maria Rabenalt
Produktionsleitung: Adolf Rosen
Kamera: Ernst W. Kalinke
Musik: Ulrich Sommerlatte, unter Verwendung des Liedes „Eine Handvoll Heimaterde“ von Götz
Bauten: Max Mellin, Max Seefelder
Kostüme: Teddy Turai
Solotänzer: John Schapar, Heino Hallhuber
eine Ernst-Neubach-Produktion der Bavaria-Filmkunst im Sascha-Filmverleih
Brühl, Heidi – Elsie Schaller
Thomalla, Georg – Edi Gruber, Mechaniker
Ferrari, Violetta – Rosi Földes, Theatersekretärin
Millowitsch, Willi – Gustav Schaller, Gastwirt
Rosar, Annie – Mutter Hauser, Mühlenbesitzerin
Hagara, Willy – Toni Hauser
Rueprecht, Albert – Stefan Spessenberger, Ingenieur
Kinz, Franziska – Frau Müller, Garderobiere
Schneider, Franz – Spessenberger, Sparkassendirektor
Bendix, Ralph – Ted Lime, Sänger
Sorell, Sonja – Cora Mertens, Sängerin
Frickhöffer, Gerd – Verleger
Fahrenkrug, Herta – Stupsi
Theimer, Gretl – Kundin
Peters, Karl Heinz – Feriengast
Filminhalt
In einem kleinen, idyllischen Ort im Altmühltal steht die Wassermühle der Mutter Hauser, die ihr Sohn Toni einmal übernehmen soll. Toni hat eine angenehme Stimme und versteht sich darauf, Lieder zur Laute vorzutragen. Dies hilft ihm aber über den ungeliebten Beruf des Müllers hinweg. Toni liebt Elsie, die hübsche Tochter des reichen Gastwirts Schaller. Für ihn ist Toni ein Nichtstuer und er denkt nicht daran, ihm das Mädel zur Frau zu geben. Elsie ist dem armen Müller herzlich zugetan, aber die große Liebe ist er nicht. – Nach langem Zureden erklärt sich Mutter Hauser bereit, ihren Jungen in die Stadt ziehen zu lassen, wo er sein Glück am Theater suchen will. Sein Freund Edi, Mechaniker von Beruf und Textdichter seiner Lieder, begleitet ihn.
Von Erfolg kann keine Rede sein. Sie sind ziemlich am Ende, mit dem Mut wie mit ihren Ersparnissen, als Tonis Wirtin, den beiden eine Anstellung im Theater verschafft. Als Bühnenarbeiter allerdings, nicht als Sänger, wie sie gehofft haben.
Für die Heimat sind Toni und Edi jedenfalls beim Theater. Die beiden treiben die kleine Hochstapelei noch weiter, als Toni in einem Schallplattenstudio eine Platte besingt und diese als Ansichtsexemplar der ersten Millionenserie nach Hause schickt.
Zunächst scheint alles gut zu gehen. Rosi Földes, die Direktionssekretärin, weiß einen Ausweg. Mit einem Trick und mit Unterstützung seiner Kollegin „beseitigt“ sie den singenden Star der Jazz-Revue für die Dauer einer Nachmittagsvorstellung. Ihm wird eingeredet, daß er dringend einen Hals-spezialisten aufsuchen muß. An seiner Stelle singt Toni.
Im Zuschauerraum sitzen Mutter Hauser und Elsie und erleben Tonis ersten Bühnenauftritt. Das Unternehmen findet ein böses Ende, als der mit List entfernte Gesangsstar nach dem Auftritt Tonis plötzlich erscheint. Mutter Hauser, die auf die Bühne gekommen ist, um ihren jungen zu beglückwünschen, muß erleben, daß ihr nur Theater vorgespielt wurde, doch läßt sie Toni im Glauben, daß sie nichts gemerkt hat. Auch Elsie trägt schwer an dem falschen Spiel. Es hat ihr Toni entfremdet und sie entdeckt, daß ihr der junge Ingenieur Stefan, der Sohn des Sparkassendirektors, mit dem ihr Vater sie verheiraten möchte, gar nicht so unsympathisch ist.
Inzwischen sind Toni und Edi wegen ihres Bühnenauftritts fristlos entlassen worden. Was sollen sie tun? Ihre Ersparnisse sind aufgebraucht, eine neue Stellung finden sie nicht. Schließlich kommen sie bei einem Wanderzirkus unter und wandern von Dorf zu Dorf, singen vor zwanzig oder dreißig Besuchern ihre Lieder, wagen aber dennoch nicht, nach Hause zurückzukehren, aus Furcht, ausgelacht zu werden.
Dabei ist ihnen Rettung näher, als sie sich denken. Das Fernsehen hat Tonis ersten Bühnenauftritt gesendet und sein Lied hat eingeschlagen. Während Toni und Edi noch mutlos weilerziehen, wird Toni längst von Musikverlegern gesucht, die neue Schlager von ihm herausbringen wollen. Sein Lied ist der größte Erfolg der Television geworden. Mit gutem Gewissen können sie sich jetzt nach Haus« trauen.
In ihrem Heimatdorf wird ihnen ein froher Empfang bereitet. Noch lange wird man von drei Hochzeiten sprechen, die sechs junge Menschen glücklich gemacht haben.