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Neues Film-Programm
Nr. 982, September 1958
Drehbuch: Janne Furch / Harald Philipp
Regie: Harald Philipp
Kamera: Fritz Arno Wagner
Musikalische Bearbeitung: Dr. Gerhard Becker
Produktionsleitung: Hans Raspotnik
ein CCC-Farbfilm im Verleih Constantin-Film
Außenaufnahmen in Budapest, Wien und am Plattensee
Riedmann, Gerhard – Emmerich Kalman
Schock, Rudolf – Janos
Karlowa, Elma – Ilonka
Bethmann, Sabine – Helene
Orschel, Marina – Vera
Meyerinck, Hubert von – Szegedy
Häussler, Richard – Graf Riedern
Spira, Camilla – Frau Kalman
Treff, Alice – Gräfin Tabory
Dahlberg, Monika – Rozsi
Allan, Richard – Stefan
Pastor, Bela – Bela, Zigeunerprimas
Filminhalt
Emmerich Kalman verlebt auf dem Gut seines Vaters eine sorglose Jugend. Seine ganze Liebe gehört der Musik. Bei den Zigeunern, die in der Nähe ihr Lager haben, hört Emmerich die Weisen, die ihn später zu seinen Melodien anregen und bestimmend für sein ganzes Leben werden.
Als Emmerich zehn Jahre alt ist, verliert der Vater sein Vermögen. Von den vielen Freunden halten jetzt nur noch die junge Zigeunerin llonka und der Zigeunerprimas Bela zu ihm. Auch seine Jugendgespielin, Helene von Tabory. hat sich von ihm abgewandt. Emmerich, der nur an die Musik denkt, meldet sich im Konservatorium an – das Geld verdient er als Pianist im Nachtlokal von Bela, der mit llonka nun ebenfalls in Budapest lebt. Hier lernt Emmerich auch den Tenor Hegedüsh und den Librettisten Laszlo Szegedy kennen.
Eines Tages kommt Helene von Tabory in Begleitung ihrer Mutter und ihres Verlobten, Graf Riedern, in Belas Nachtlokal. Emmerich, der sie nicht vergessen hat, ist über das Wiedersehen hoch erfreut. Umso enttäuschender ist für Emmerich die schnelle Beendigung der Begegnung durch Helenes Mutter. Auch llonkas Zuneigung kann ihn kaum trösten. Emmerich arbeitet wie besessen an einer Symphonie, denn er glaubt nicht an seine Begabung für leichte Musik. Umso grausamer ist die Enttäuschung: Seine Symphonie wird nicht angenommen. Mit List und viel Geduld gelingt es nun seinen Freunden, ihn endlich zu überreden, nach einem Text von Szegedy eine Operette zu komponieren: „Der Zigeunerprimas“. Der Tag der Uraufführung bringt Emmerich das größte Glück, aber auch den tiefsten Schmerz: Während er am Dirigentenpult strahlend den tosenden Beifall entgegennimmt, stirbt seine Mutter im Theater. Aber sie hat den Beginn der Karriere ihres Sohnes noch erleben dürfen.
Kalman eilt von Erfolg zu Erfolg. Die Operetten „Herbstmanöver“ und „Die Zirkusprinzessin“ entste- hen. Längst hat man ihn nach Wien geholt. In der Donaustadt begegnet er auch Helene wieder. Sie ist jetzt Gräfin Riedern.
Bei einer Fiakerfahrt durch das nächtliche Wien glauben beide, daß ihre Jugendliebe nicht versiegt ist. Helene besucht Emmerich in seinem Elternhaus, das er zurückgekauft hat. Für beide wird es ein unvergeßlicher Abend. Alssiea nach einem nächtlichen Spaziergang zurückkehren, erwartet sie Graf Riedern. In diesem Moment erkennt Helene, daß sie in Wahrheit nicht Kalman, sondern mehr seine Musik liebt. Sie folgt ihrem Mann in die wartende Kutsche. Kalman bleibt wie versteinert zurück.
Zu dieser Enttäuschung erlebt er noch den Durchfall seiner neuesten Operette „Fräulein Susi“. Emmerich ist zu keiner Arbeit fähig, er will niemanden sehen. Doch Janos, Ilonka, Bela und alle anderen, die ihn lieben, geben nicht auf. Sie bereiten Ihm zu seinem 35. Geburtstag so herzliche Ovationen, daß Kalman, tief bewegt von dieser Anhänglichkeit, den Weg zu ihnen zurückfindet.
Da tritt Vera in sein Leben. Sie Ist Garderobefräulein in einem Künstlerlokal. Aber niemals hat er sie beachtet. Als sie eines Tages in sein Haus kommt, um seinen vertauschten Mantel zurückzubrlngen. fällt es wie Schuppen von seinen Augen: Die oder keine.
Ilonka hat eingesehen, daß Kalman immer nur ihr guter Freund bleiben wird. Mit Janos, der sie seit langem liebt, unternimmt sie eine Amerikatournee. Am Abend der Premiere seiner vom Publikum begeistert vom Publikum begeistert aufgenommenen Operette „Czardasfürstin“ verlobt sich Kalman mit Vera, für die er die Erfüllung all ihrer Träume bedeutet.