AbbildungKinoprogrammAutorTechnikDarsteller
Neues Film-Programm
Nr. 1468, Oktober 1959
Drehbuch: Kurt Nachmann, Helmut Andics, unter Benützung des Bühnenstückes „Die Gangster von Valence“ von Wolfgang Ebert
Regie: Hans Quest
Gesamtleitung: Dr. Herbert Gruber
Produktionsleitung: Karl Schwetter
Musik und musikalische Leitung: Franz Grothe
Liedertexte: Willy Dehmel
Bild: Hannes Staudinger, Sepp Ketterer
Bauten: Fritz Jüptner-Johnstorff, Theodor Harrisch
ein Farbfilm in Agfacolor
hergestellt in den Ateliers der „Wien-Film“ am Rosenhügel
Außenaufnahmen: Zürs – Lech – Arlberg
Sailer, Toni – Florian Thaller, Revierinspektor der Gendarmerie
Nünke, Margit – Eva, genannt Amazone
Philipp, Gunther – Anderl Seidl, Hilfsgendarm
Stöckl, Joe – Korbinian Fux, Bürgermeister
Waldbrunn, Ernst – Josef Walz, Kommandant des Gendarmeriepostens
Locker, Gerlinde – Rosl, Tochter des Bürgermeisters
Schlack, Helga – Monika, genannt Modänika
Kirstein, Rosemarie – Grit, genannt Miß Kurvenreich
Bötcher, Grit – Do, genannt Lady Superfein
Hayer, Ursula – Ruth, genannt die Pedantische
Cronau, Susanne – Vera, genannt die Nahrhafte
Tramm, Inge-Marie – Mimi, genannt Mimosa, die Gekränkte
Ira, Eva – Lizzi, genannt Juke-Box
Hauser, Martha – Coco, genannt der Papagei
Berger, Monika – Sabine, genannt die Handgestrickte
Gemzell, Lisbeth – Sweety, genannt die wandelnde Konditorei
Bayer, Veronika – Mäuschen, genannt die Unscheinbare
Neuber, Wolf – der stramme Max
Retzer, Raoul – Gentleman-Schorschi
Strobl, Rudolf – Rittmeister Lanz
Eichberger, Franz – Revierinspektor
Schäferhund „Rex“ von der Raxalpe
Filminhalt
Josef Walz, Kommandant eines Gendarmeriepostens und Anderl Seidl, der Hilfsgendarm, führen ein beschauliches Dasein. Das kleine Dorf ist ein Sinnbild friedlichen Lebens – nicht der kleinste Diebstahl, nicht das leiseste Vergehen hat in den letzten zehn Jahren die beiden Gendarmen zur Ausübung ihres Berufes gezwungen. Kein Wunder, daß man sich höheren Ortes mit dem Gedanken trägt, diesen Posten aufzulassen und kein Wunder, daß die Gendarmen darüber unglücklich sind. Insbesondere Anderl, der sein Herz der hübschen Rosl geschenkt hat, ist sehr besorgt, mit dem Gendarmerieposten auch diese „nahrhafte“ Liebe zu verlieren. Auch Rosl bangt nicht minder um ihren Anderl. Sie „sorgt“ sich so sehr, daß kurz darauf ein Einbruch in der väterlichen Vorratskammer den Frieden unterbricht, der erste „Kriminnlfall“ ist da. Der Kommandant gibt Meldung an die höhere Dienststelle, wo man die Tatsache eines Versorgungsdiebstahls für Schmuggler für denkbar hält. So wird Florian Thaller, Revierinspektor und Leiter der Gendarmerie- Skischule, beauftragt, in Zivil dem mysteriösen Diebstahl auf die Spur zu kommen. Florian Thaller nimmt diesen Auftrag gerne an, weiß er doch, daß zur gleichen Zeit zwölf reizende Mädchen des Damenskiklubs „Schneestern“ nach oben unterwegs sind, um dort in einer Hütte Quartier zu beziehen. Was „los“ ist, erkennt Thaller sehr bald. Weniger schnell glückt es ihm, in die Skihütte des Damenskiklubs zu gelangen. Eva, die Kursleiterin, hat die Parole ausgegeben, daß skigefahren und nicht geflirtet wird. Aber Florian und sein Hund Riga verstehen es, „nächtlicherweise“ den Mädchen allerhand Schreck einzujagen, so daß diese schließlich überglücklich sind, als Florian sich bereit erklärt, mit seinem Hund in der Hütte Quartier aufzuschlagen. Während nun elf der Mädchen um die Gunst des feschen Florian buhlen, spielt Eva die Spröde. Und gerade sie hat es ihm angetan. Obwohl er alle seine Vorzüge ins Licht rückt und mit seinen Skikünsten brilliert, gelingt es ihm nicht, Eva umzustimmen. So kommt der letzte Tag des Skikurses heran, der mit einer Fuchsjagd enden soll. Florian übernimmt die Rolle des Fuchses und hofft noch, in letzter Minute, Eva erobern zu können. Es gelingt ihm, die Mädchen abzuschütteln, um die letzte der einsamen Almhütten näher zu untersuchen. Tatsächlich stöbert er einen versteckten Schmuggler auf, der sich aus dem Staub macht und in der Folge zunächst von den Mädchen für Florian gehalten wird. Florian selbst rast dem Schmuggler nach und bemerkt nicht, daß er von dessen Kumpanen verfolgt wird. Nun ist die „wilde Jagd“ im Gange, an der die Mädchen, ohne zu wissen, was gespielt wird, solange teilnehmen, bis der Schmuggler und hinter ihm Florian auf eine besonders gefährliche Piste kommen. Florian versteht es geschickt, die Schmuggler in einen Hohlweg zu treiben, auf welchem sie direkt den Übungshang der Gendarmerieschule kreuzen müssen. Der dienstliche Auftrag des Revierinspektors Thaller ist erfüllt. Voll Hast macht er sich auf und versucht, die Mädel vor ihrer Abreise noch zu erreichen. Auch das gelingt ihm, und auf einem Ski, in todesmutiger Fahrt, rast er Eva nach, um sie schließlich doch zu erobern.